
Aus unserem Sortiment:
- Art. 10307
QSFP Steinbeisserloins
oH 150-250g
Anarhichas spp.
gefangen im NO Atlantik
- Art. 10436
Steinbeisser
1,5-4kg abgezogen
Anarhichas spp.
- Art. 11221
Steinbeisser mK ca.4kg
- Art. 10621
Steinbeißerfilet
oH oB 2-800g
Anarhichas spp.
gefangen im Nordostatlantik,
FAO 27 Island Va
- Art. 12937
Steinbeisserloins 180g+
Anarhichas spp.,
gefangen im NO Atlantik
- Art. 19255
Steinbeißerfilet
oH FLUG 200g+
Anarhichas spp.
Gefangen im NO Atlantik
- Art. 11294
Steinbeißerfilet (Katfisch)
6kg Tk
- Art. 14030
Steinbeißer
160-180g port 5kg Tk
- Art. 16512
Steinbeisserfilet
TK 6 Kg KT
Brosme spp.
- Art. 16513
Steinbeißerfilet Natur
6kg Tk
- Art. 16514
Steinbeisserfilet
TK 150-250g
- Art. 16520
Steinbeißerfilet
ohne Haut Tk
Anarchicas spp.
gefangen im NO Atlantik
Steinbeißer, Seewolf, Wolfsfisch, Katfisch
Anarhichas lupus, Anarhichas minor (LAT.), Wolffish, Catfish, Sea cat (GB), Loup de mer, Poisson-loup (F)
Lebensweise
Die Steinbeißer gehören zur Familie der Seewölfe oder Katfische, die insgesamt fünf Arten umfasst, von denen zwei wertvolle Speisefische sind: der Gestreifte Seewolf (wiss. Anarhichas lupus) und der Gefleckte Seewolf (wiss. Anarhichas minor). Die gesamte Familie zählt zu den nordischen Fischen, die kalte Gewässer bevorzugen und Temperaturen von über 14 Grad meiden. Als typische „Grundfische“ haben sie ihre Lebensgewohnheiten ganz der bodennahen Lebensweise angepasst. Vorwiegend halten sie sich in einer Meerestiefe von 20 bis 500 Metern oder sogar noch tiefer auf. Sie sind vergleichsweise ruhige, träge Tiere, die nur langsam ihren Standort wechseln und ihre Beute nicht über längere Strecken verfolgen. Ihre Hauptnahrung besteht vor allem aus hartschaligen Tieren, die sie mit ihrem raubtierhaften Gebiss regelrecht aufknacken. Dazu gehören alle Arten von Muscheln und Kleinkrebsen. Sogar vor großen Einsiedler- und Taschenkrebsen sowie Stacheltieren (Seesterne, Seeigel) machen sie nicht halt. Bei solcher Nahrung unterliegt ihr Gebiss einem besonders hohen „Verschleiß“ – doch die Natur hat vorgesorgt: Die abgenutzten Zähne fallen vor der Laichzeit aus und werden im Winter von einer Reihe nachgewachsener Zähne ersetzt. Geschlechtsreif wird dieser Fisch im Alter von sechs bis sieben Jahren, wenn er eine Körperlänge von 50 bis 60 Zentimeter erreicht hat und zwischen einem bis drei Kilogramm wiegt. Laichzeit ist von Oktober bis Januar. Dazu legen die Weibchen, je nach Größe, bis zu 25.000 Eier von 5 bis 6 Millimetern Durchmesser im Ballen am Meeresboden ab. Das Gelege wird vom Männchen bewacht, bis nach zwei Monaten die ca. 10 Millimeter langen Larven schlürfen. Ihr Dottersack ernährt sie für drei bis vier Monate. Danach verlassen sie den Meeresboden und leben pelagisch (im freien Wasser schwimmend) bis sie mit 5 bis 6 Zentimetern Körperlänge wieder zum Bodenleben übergehen. Ausgewachsen erreicht der Gestreifte Seewolf eine Länge von etwa 1,2 Metern und ein Gewicht von 25 Kilogramm. Der Gefleckte Seewolf erreicht eine Größe von 1,4 Metern und ein ähnliches Körpergewicht. Das Höchstalter dieser Fische wird auf 25 Jahre geschätzt.
Aussehen/Erkennungsmerkmale
Steinbeißer bzw. Seewölfe oder Katfische sind großwüchsige Fische mit länglichem Körper. Charakteristisch für sie ist ihr dicker Kopf mit der breitgerundeten Schnauze, bewehrt mit massiven, kräftigen Zähnen. Die langen Rücken- und Afterflossensäume sind nicht mit der Schwanzflosse verwachsen. Die winzigen Schuppen sind tief in die Haut eingebettet. Hauptmerkmale des Gestreiften Seewolfs sind die 10 bis 15 dunklen Körperstreifen von der Rückenflosse abwärts. Ihre Grundfarbe ist meist graugrün, aber auch fast schwarze oder rötlich braune Exemplare kommen vor. Erklärt werden diese Farbvarianten durch die Eigenschaft dieser Fischfamilie, ihre Grundfärbung dem Untergrund ihres Lebensraums anpassen zu können. So sind im Mud lebende Steinbeißer schlickig-blau, in Algengebieten gefangene Tiere bräunlich und aus seegrasreichen Flachwasser stammende grünlich. Der Gefleckte Seewolf hat eine graubraune Grundfarbe. Charakteristisch für ihn sind die zahlreichen, unregelmäßigen Flecken, die Körper und Rückenflosse eine leopardenähnliche Zeichnung verleihen.
Herkunft
Alle fünf Arten dieser Fischfamilie bewohnen die kalten Meere der Nordhalbkugel. Hauptsächlich sind dies die mittel- und nordnorwegischen Küsten, die Barentssee, Spitzbergen, Island und Grönland. Es gibt auch eine pazifische Art, den Pazifischen Seewolf, der von Japan über die Aleuten bis Südkalifornien verbreitet ist und als beliebter Speisefisch gilt. Für den europäischen Markt ist er aber ohne Bedeutung.
Fangmethoden
Die Steinbeißer werden nicht gezielt gefischt. Sie sind ein willkommener und wichtiger Beifang bei der Trawl- (d. h. Schleppnetz-) und Drehwadenfischerei, z. T. fängt man sie auch mit Langleinen.
Wirtschaftliche Bedeutung
Ihr helles, relativ festes Fleisch weist einen charakteristischen, delikaten Geschmack auf und macht die Steinbeißer zu einem hochgeschätzten Speisefisch. Die Fangmenge insgesamt beträgt weltweit jährlich bis zu 50.000 Tonnen. Der europäische Jahresfang, der vor allem durch Island erzielt wird – es handelt sich hierbei vor allem um den gestreiften Seewolf, beträgt 20.000 bis 25.000 Tonnen. Auf Grund seiner Größe und seines Gewichts kommt dieser Fisch nicht als ganzer Fisch, sondern filetiert oder in Scheiben geschnitten auf den Markt – häufig unter der Bezeichnung „Karbonadenfisch“.
Copyright:
Fisch-Informationszentrum e.V. (FIZ)
Große Elbstraße 133
22767 Hamburg
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