Perlweine

Auxerrois Sekt Brut – ein Geheimtipp unter den deutschen Winzersekten!

Mit Schloss Sommerhausen haben wir schon seit vielen Jahren eines der spannendsten fränkischen Weingüter in unserem Programm. In den Hang- und Steillagen bei Sommerhausen, Eibelstadt, Randersacker und Iphofen wachsen auf Muschelkalk und Keuper die Rebsorten Silvaner, Riesling, Grau- und Weißburgunder. Allerdings gibt es unter den rund 20 Hektar Weinbergen auch alte Anlagen der Rebsorten Chardonnay, Auxerrois, Frühburgunder und Rieslaner.

Besonders bekannt geworden ist Schloss Sommerhausen nicht nur durch das wunderschöne alte Schloss mitten in Sommerhausen, sondern auch durch seine besonderen Sekte. Schon seit Jahrhunderten werden hier die Sekte sehr sorgfältig und lange im alten, kalten Sektkeller klassisch nach traditioneller Flaschengärung ausgebaut. Man gibt den Sekten besonders viel Zeit und es kann in einzelnen Jahrgängen schon mal vorkommen, dass ein Sekt 5–6 Jahre reift, bis er auf den Markt kommt.

Besonders das lange Hefelager sorgt für die enorme Kraft und Dichte der Sekte. Es kann durchaus bis zu 4 Jahre dauern, bis der Sekt degorgiert wird und somit erst anfängt, sich langsam zu entwickeln. Oft werden die Sekte dann auch nur mit der nötigsten Menge an Dosage versetzt, um so trocken und puristisch wie möglich bei den Sektliebhabern als Brut oder Extra Brut auf den Tisch zu kommen. Außerdem sind die ausgefallenen, edlen Flaschenformen der Sekt-Serie sehr geschätzt und optisch ein Highlight.

Schon seit vielen Jahren sind die Sekte von Sommerhausen in Finalproben deutscher Wein-Guides und schneiden immer wieder hervorragend ab. Besonders interessant ist der Auxerrois-Sekt, der oft als Letztes auf den Markt kommt, weil er die längste Reifezeit benötigt. Die alte Rebsorte Auxerrois ist mit dem Chardonnay und dem Weißburgunder verwandt und ist daher geschmacklich sehr mit den Blanc de Blancs der Champagne zu vergleichen.

Mit feinen Aromen von Flieder, Steinobst und Mandeln ist der Auxerrois-Sekt nicht nur ein klassischer Aperitif, sondern eignet sich besonders als Begleitung zu feinen Fischgerichten. Mit seiner zart nussigen, edlen Dichte am Gaumen kann er sogar perfekt mit gebratenen Fischen harmonieren. Ganz interessant ist auch, dass er sich durch seine geringe Dosage sehr gut mit Austern verträgt. Im Gegensatz zu vielen Champagnern, die oft zu süß oder zu säurebetont wirken, glänzt er mit seinem weichen Charme, unterstützt den Eigengeschmack der Auster und lässt sie auf keinen Fall zu metallisch wirken. Man merkt sofort die Gemeinsamkeit des fränkischen Muschelkalks und die Meeresfrische der Auster. Noch besser kommt der Auxerrois übrigens in einem klassischen Weinglas mit viel Volumen zur Geltung. So hat der Sekt die Möglichkeit zur perfekten Freisetzung all seiner vielfältigen floralen und fruchtigen Aromen.

Viel Vergnügen!