Weingüter

Agrapart & Fils – eines der kleinsten und feinsten Champagnerhäuser

Das Champagnerhaus wurde 1894 von Arthur Agrapart, dem Urgroßvater der heutigen Besitzer Pascal und Fabrice Agrapart, in Avize im Herzen der Côte des Blancs gegründet.

Agrapart war stets ein „hausgemachter“ Champagner. Seit der Gründung übernahmen alle nachfolgenden Generationen von leidenschaftlichen Weinmachern stets selbst den Anbau, die Vinifizierung, die Abfüllung und den Verkauf. Diese Eigenständigkeit gibt der Familie die Möglichkeit, jederzeit alle Stufen der Produktion selbst zu überwachen. Die Weinberge des Hauses profitieren von einer hervorragenden geografischen Lage im Zentrum der Champagne in als Grand Cru klassifizierten Gemeinden. Sie sind über 52 Parzellen verteilt und die Rebstöcke haben ein durchschnittliches Alter von 35 Jahren, manche sind sogar über 50 Jahre alt. Auf einer Rebfläche von gerade mal 10 Hektar wird ausschließlich Chardonnay angepflanzt. Das ergibt eine Gesamtproduktion von nur ca. 100.000 Flaschen, was in der Champagne, im Vergleich zu den großen Marken, fast als winzige Menge einzustufen ist.

Die Bewirtschaftung nach biodynamischen Methoden, zu denen auch die Weinbergsbereitung mit dem Pferd gehört, lassen hier Champagner von großer Eigenständigkeit und Persönlichkeit entstehen. Die Weine werden mit den natürlichen Hefen vergoren und getrennt nach Parzellen in Eichenholzfässern und im Edelstahl ausgebaut. Der Agrapart-Terroir besticht durch seine Feinheit und Reintönigkeit, seine Mineralität und Nachhaltigkeit, aber auch durch seine Frische. Im Schnitt wird er über 2 Jahre auf der Hefe gelassen und nach dem Degorgieren nochmals ein Jahr im Keller zurückgehalten, bevor er mit der perfekten Trinkreife auf den Markt kommt.

Generell bevorzugt man im Hause Agrapart einen trockenen Stil, so dass auch der Terroir nur eine maximale Dosage von 8–9 Gramm pro Liter bekommt. So spürt man in Nase und Geschmack klare feine Hefenoten, zarte Zitrustöne, dann aber gleich die feine Mineralität und deutliche Terroir-Aromatik, die diesen Champagner besonders auszeichnet. Im Abgang hat man elegante Briochearomen, die in Verbindung mit wilden gelben Früchten sehr gut harmonieren und lange anhalten. Ein Champagner, wie gemacht für die Übergangszeit zwischen Sommer und Herbst.

Die Frische, Klarheit und der trockene pure Geschmack machen ihn zum idealen Aperitif und Begleiter feiner Vorspeisen. Gerade Krusten- und Schalentiere und Muscheln aller Art sind mit ihrem hohen Kalkgehalt in den Schalen besonders zu diesem Chardonnay zu empfehlen. Die Dichte und Länge des Agraparts lassen ihn aber natürlich auch zum fortführenden Menü und im weiteren Abendverlauf sehr gut aussehen.

Sehr zum Wohl!