Weissweine

Grüner Veltliner Federspiel

Weingut Schmidl - Wachau

Die Familie Schmidl schaut auf eine 230 jährige Geschichte als Bäcker zurück. Bekannt wurden sie, als 1905 Rudolf Schmidl das Wachauer Label erfunden hat. Es gilt als Synonym für die Wachau und ist aus dieser nicht mehr wegzudenken. Seit acht Generationen betreibt die Familie auch Weinbau. Dies war immer nur ein Zuerwerb, einige Parzellen waren verpachtet. Unter den Pächtern befand sich z.B. F.X. Pichler. Geht man in der Wachau auf die Suche nach Bioweinen, ist man sehr schnell durch. So richtig ist dieses Thema dort noch nicht angekommen. 2009 übernahm Theresa Harm (geb. Schmidl) das Weingut und stellte sofort auf biologische Bewirtschaftung um. Diese Umstellung hatte einen doppelten Grund. Zum einen lag Ihr daran, Ihre Böden nachhaltig und lebendig zu gestalten, zum anderen war Sie davon überzeugt, dass die Weine ihre Herkunft derart präziser und authentischer ausdrücken kann.

Ihre Reben wurzeln im Kellerberg, sowie in zwei Subrieden (Wunderberg, Küß den Pfennig), sowie in den Lagen Hollerin und Supperin. 70% der Lagen befinden sich in entsprechend mühsam zu bearbeitenden Hanglagen. Der Tip eines befreundeten Winzers führte uns 2012 auf das Weingut. Wir waren von Anfang an begeistert. Theresa ist Absolventin der Weinbauschule in Klosterneuburg, wo Sie auch Ihren Mann Stefan kennengelernt hat. Dieser kommt auch aus einer Winzerfamilie ist jetzt hauptberuflich wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Donau Uni Krems. Die Weine bekommen im Keller die Zeit, die sie brauchen. In das Weinwerden greift Theresa nur behutsam ein. Jahrgangsunterschiede sind ausdrücklich erwünscht, einem Standard entsprechende Weine ist genau das, was Sie nicht will. Der lange Ausbau auf der Feinhefe gibt ihnen zusätzlich Dichte und ergänzt sich mit dem eleganten und fruchtpräzisen Charakter und der mineralischen Tiefe. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Schmidlschen Weine.

Wären ein Weingut, eine Familie mit vier Kindern nicht genug, gibt es Pläne für einen Anbau mit Gästezimmern. Wir freuen uns drauf.

Ein dichter und starker Wein mit saftiger Fülle nach Marille (Kernobst) und zarter Würze. Das herrliche Fruchtspiel findet eine ausbalancierte Säure. Bleibt sehr lange haftend. Dieser Wein verträgt würzig-fruchtige Speisen und man sollte mal ausgetretene Pfade verlassen.