Weissweine

Gut Hermannsberg – ein neuer Name im dynamischen Nahe-Gebiet

Gut Hermannsberg – Nahe – Deutschland

Es gibt keine Region in Deutschland, die innerhalb der letzten 15 Jahre so an Ansehen und Qualität gewonnen hat, wie die Nahe. Von einem der unbekannteren Anbaugebiete hat es die Nahe mit ihren „Zugpferden“ Dönnhoff, Schönleber und Diel geschafft, heute zu einer der angesagtesten Regionen zu gehören. Sowohl bei Privatkunden als auch in der Gastronomie und auch immer mehr im Ausland genießen mittlerweile deutlich mehr als zwei Handvoll Spitzenwinzer der Nahe ein erstaunliches Ansehen.

Und jetzt noch ein ganz neuer Name in der Branche, der wohl DAS Hauptthema aller Winzer in der Umgebung war. Die ehemalige Gutsverwaltung Niederhausen, jahrzehntelang der klassische Traditionsbetrieb mit den allerbesten Lagen, wurde von einem neuen Investor übernommen, in GUT HERMANNSBERG umbenannt und mit einem starken Team ausgestattet. Natürlich musste viel renoviert und neu gestaltet werden und die Investitionen im Weinkeller werden wohl noch über Jahre andauern. Besonders rigoros war man bei den Weinbergen. Man trennte sich von allen Lagen, die nicht 100 % den Anforderungen des neuen Führungsteams entsprachen. Teilweise wurden auch absolute Spitzenlagen mit anderen Winzern getauscht, um sich auf die wesentlichen Lagen direkt um das Weingut beschränken zu können. In Niederhausen, Schloßböckelheim und Trais hat man jetzt eine Fläche von knapp über 30 Hektar, die, und das ist wohl einmalig in der Branche, vom VDP komplett als 1. Lage qualifiziert ist. Das bedeutet, die Qualität der Weinberge, die sich im Besitz von Gut Hermannsberg befinden, ist so hoch, dass man ausschließlich „Große Gewächse“ herstellen könnte. Natürlich wird das nicht so umgesetzt. Im ersten Jahr konzentrierte man sich auf neun verschiedene Weine. Alles Rieslinge, und nur ein kleiner Teil nicht trocken ausgebaut.

Die Menge war im ersten Jahr, 2009, sehr klein, oft nur knapp die Hälfte des gesetzlich erlaubten Hektarertrages. So hat man schon bei dem Einstiegswein, der „Visitenkarte“ des Hauses, eine enorme Konzentration und Dichte, wie es bei anderen Gutsweinen selten vorkommt.

Perfekt ausbalanciert und mit einer feinen Zitrusaromatik und einem Hauch Mineralität ausgestattet, ist dieser Gutsriesling der ideale Wein für jeden Tag. Die Schiefer- und Porphyrböden machen ihn zu einem finessenreichen, vielschichtigen und geschmacklich sehr differenzierten Riesling, der durchaus sehr gut zu klassischer deutscher, aber auch zu moderner Fusion-Küche als Begleiter passt. Besonders lecker ist er jedoch, wenn man sich voll und ganz ohne Essen um ihn kümmert und seine saftigfruchtigen und feinwürzigen Aromen sich immer mehr im Glas zeigen und den Gaumen verwöhnen.

Wir wünschen viel Vergnügen bei unserer Neuentdeckung!