Aussehen

Der Aal ist ein Knochenfisch und leicht an seinem schlangenförmigen Körper zu erkennen. Er besitzt Rücken-, Schwanz- und Afterflossen, jedoch keine Bauchflossen. Seine Haut ist dick, fast lederartig und schleimig mit kleinen, ovalen Schuppen. Während die männlichen Tiere nur 30 bis 60 cm lang werden, können die Weibchen bis zu einem Meter und darüber wachsen und bis zu 6 Kilogramm schwer werden.

Lebensweise

Da der Aal hauptsächlich im Süßwasser lebt, gehört er zu den Süßwasserfischen. Zum Laichen wandert er allerdings ins Meer, in den Sargassosee, der zwischen den Bermudas und den westindischen Inseln liegt. Die Larven werden vom Golfstrom erfasst und quer über den Atlantik an die Küsten Europas und Nordafrikas gespült. Diese Reise dauert etwa drei Jahre. Kurz vor ihrer Ankunft an den Küsten Spaniens, Irlands, der Nordsee und des Kattegat, entwickeln sich die Larven in schlanke, sogenannte Glasaale von ca. 60 mm Länge. ...

Von den Küsten aus beginnt die Wanderung bzw. der Aufstieg in die Flüsse. Dort wachsen die Aale bis zu 600 Gramm zu Gelbaalen heran. Ein Teil der Tiere, die Brackwasser- und Spitzkopfaale, bleibt in Küstennähe an Flussmündungen mit weichem Grund und dichtem Pflanzenwuchs. Sie ernähren sich von kleineren Tieren, wie Flusskrebsen, Würmern, Krabben, Insektenlarven etc. Süßwasser- oder Flussaale, sind meist schnellwüchsig und wachsen zu Breitkopf- oder Raubaalen heran. Ihre Hauptnahrung besteht aus größeren Tieren wie Flusskrebsen, Fröschen, kleinen Fischen und sogar Mäusen.

Herkunft

In den letzten Jahrzehnten hat der Aalreichtum der Flüsse abgenommen. Darum wurden vielerorts in Flüssen und Seen Aale künstlich und mit Erfolg angesiedelt. Glasaale aus Aquakulturanlagen gewinnen mehr und mehr an Bedeutung, können jedoch die Aalnachfrage in Deutschland nur zu ca. fünf Prozent decken. Rund 95 Prozent des Angebots stammen aus Importen, hauptsächlich aus Italien und Spanien. ...

Der Gelbaalfang wird hauptsächlich mit Reusen (Aalkörbe), Aalsäcken, Legangeln (Aalschnüre), Schnüren und elektrischen Fanggeräten gefischt, der Blankaalfang erfolgt mit größeren Fanggeräten wie Humen, Buntgarn und Kastenreusen. Die Fangsaison für Gelbaale beginnt im Mai und dauert bis Ende August / Anfang September. Blank- oder Silberaale (zwischen 700 und 2000 Gramm) können bis Ende Oktober gefangen werden. Aale aus Aquakulturen stehen ganzjährig zur Verfügung.

Geschmack

Aale haben einen sehr intensiven Eigengeschmack, der von nicht zu vielen anderen kräftigen Aromen begleitet werden sollte. Als Beilagen eignen sich daher Gemüsesorten wie Tomaten, Zucchini oder Karotten.

Als köstliches Sushi oder auch frisch zubereitet schmeckt Aal hervorragend in der Pfanne gebraten und mit etwas Salbeibutter übergossen. Aber auch im Weißweinsud mit Tomaten und Kapern im Ofen geschmort, ist der Aal ein absoluter Genuss.

Aal ist natürlich auch ein klassischer Räucherfisch. Es gibt ihn im Ganzen oder als Filet geräuchert.

Aus unserem Sortiment

  • Aal
  • Seeaal
  • Meeraal
  • Babyaal
  • Aal, geräuchert
  • Aalfilet, geräuchert