Weinabteilung im FrischeParadies Essen
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Wein verkosten - aber wie? 7 Punkte, damit Ihnen die perfekte Weinverkostung gelingt

Die Welt der Weine ist faszinierend, facettenreich und auf den ersten Blick vielleicht auch etwas kompliziert. Bei einer Weinverkostung teilzunehmen hilft, Weine besser voneinander zu unterscheiden und wertzuschätzen, was sie so vielfältig und einzigartig macht. Allerdings ist nicht jede Weinverkostung sofort ein Erfolg. Gerade, wenn man seine erste Weinverkostung planen möchte oder zu einer eingeladen wird, gibt es einiges zu beachten. Mit dieser Anleitung zeigt Ihnen unser Weinberater Michael Österling aus dem FrischeParadies Essen, wie Sie sich sorgenfrei der Welt der Weine widmen können.

Sommelier Michael Österling

1. Aller Anfang war das Glas - sauber und geruchsneutral

Am Wichtigsten ist es, dass man mit einem sauberen Glas startet. Das Glas sollte frisch poliert sein und keinen auffälligen Geruch aufweisen (zum Beispiel nach Spülmittel oder nach einem Polierlappen).

2. Beginnen wir mit der Verkostung: zuerst ”das Auge”, dann “die Nase”, und zum Schluss “die Zunge”

Jetzt können Sie einen Schluck Wein, den Sie verkosten wollen, vorsichtig in das Glas geben, damit er sich nicht zu stark mit der Luft vermischt. Schwenken Sie das Glas leicht, um es langsam zu benetzen.

3. Nehmen Sie sich Zeit zum Genießen

Wichtig ist auch, dass die Umgebung der Weinverkostung möglichst neutral ist. So empfiehlt es sich zum Beispiel auch, kein Parfüm zu tragen, welches man statt des Weines riechen könnte. Nehmen Sie sich Zeit und genießen Sie die Weinverkostung in einer möglichst stressfreien Umgebung.

4. Von Tränen und Kirchenfenstern - “Das Auge”

Wenn Sie das Glas auf einem weißen oder neutralen Untergrund platzieren, lässt sich die Farbe des Weines besonders gut erkennen. So werden die Klarheit, die Farbe und die Reinheit eines Weines geprüft. Es entstehen die sogenannten Kirchenfenster oder Weintränen - Lichtspiegelungen des Weines auf dem Untergrund oder am Rand des Glases. Je höher der Alkoholgehalt, desto zähflüssiger (viskoser) ist der Wein und desto langsamer und größer sind die Tränen und die Kirchenfenster sind spitzbogiger. Daraus schließt man für alkoholarme Weine, dass bei ihnen die Tränen schwächer und die Kirchenfenster rundbogiger sind.

5. "Die Nase" - Was sagt der Geruch über einen Wein aus?

Atmen Sie durch die Nase ein und versuchen Sie verschiedene markante Gerüche zu bestimmen oder zunächst erstmal zu unterscheiden. Das lässt sich am besten in drei Phasen durchführen:

  • Riechen Sie zuerst am Glas, ohne es vorher geschwenkt zu haben - so werden Sie selbst extrem flüchtige Verbindungen wahrnehmen können, die sonst beim ersten Schwenken verloren gehen würden.
     
  • Schwenken Sie jetzt das Glas und bringen Sie so tiefere Aromen an die Oberfläche. Die sollten sich auch vom ersten Riechen unterscheiden. 
     
  • Lassen Sie den Wein nun etwas Atmen. Geben Sie ihm etwas Zeit und riechen Sie jetzt erneut. Je nach Wein kann das Ergebnis ganz unterschiedlich sein - Manche Weine bieten wieder dieselben Geruchseindrücke wie zu Anfang, bei anderen wandeln sich die Aromen durch die Luftzufuhr.
     

6. "Die Zunge" - Zeit zum Probieren!

Sie können den Wein etwas im Mund behalten und durchspülen, bevor Sie die Probe in einen Behälter ausspucken. Neben dem Gesamteindruck und dem süßen Geschmacksempfinden machen sich ebenso die rau-bitterherben Gerbstoffe, die Tannine, bemerkbar. Probieren Sie nun erneut, nachdem Sie dem Wein noch etwas Sauerstoff gegeben haben, damit man das volle aromatische Spektrum schmecken kann.

7. Nicht zu viel trinken, sonst ist die Verkostung ja schnell vorbei!

Das Probieren ist natürlich aufregend, tun Sie dies aber mit Bedacht: Versuchen Sie auch den nachdauernden Eindruck eines Weines zu beurteilen, nachdem der Wein ihren Mund verlassen hat. Als langen oder kurzen Abgang oder Nachhall bezeichnet man die Zeitspanne, in der man den Wein noch im Mund- und Rachenbereich spüren kann. Beachten Sie jedoch dabei, nicht sofort zu viel zu trinken - nehmen Sie sich bei der Verkostung Zeit, jeden der vorgestellten Weine langsam zu probieren! Spülen Sie Ihren Mund auch mit etwas Wasser aus, um Ihre Palette zwischen den Weinen reinigen zu können.

Haben Sie den Mut, Neues zu probieren

Weine zu verkosten ist also gar nicht so schwer, solange man schrittweise vorgeht und reflektiert, welche Aromen und Eindrücke man wahrnimmt. Mit dieser Anleitung haben Sie schon einmal einen guten Wegweiser! Und wenn Sie Lust auf eine Weinverkostung bekommen haben, dann besuchen Sie uns doch in einem unserer FrischeParadies Märkte - wir veranstalten regelmäßig tolle Verkostungen, mit innovativen sowie traditionsreichen Weingütern aus aller Welt! Erweitern Sie Ihren Weinhorizont und finden Sie ungeahnte Lieblinge.

Sie wollen mehr über Michael Österling und seine Arbeit als Weinberater im FrischeParadies Essen erfahren? Wir haben ihn als einen unserer FRISCHE-HELDEN interviewt!