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Seeteufel

Seeteufel richtig zubereiten

Unter der weichen, schuppenfreien Haut des Seeteufels verbirgt sich ein kulinarischer Schatz, der besonders in der Spitzengastronie geschätzt wird: mageres, schneeweißes, grätenfreies Filetfleisch von zartem Biss, das auch beim Garen nicht zerfällt. Seeteufel schmeckt eher nach Languste als nach Fisch und hat ein sehr feines, dezentes Aroma. Selten bekommen Sie ihn als ganzen Fisch, handelsüblich sind Teilstücke wie Filetstücke, Seeteufelbäckchen oder das Schwanzfleisch, das unter Gourmets begehrt ist. Vor der Zubereitung sollte er immer gehäutet werden: Er ist die Zwiebel des Meeres und hat sieben Häute, die ihn vor Kälte schützen, aber sehr fest und ungenießbar sind. Dann steht der weiteren Zubereitung wie Grillen, Braten, Kochen, Schmoren oder Dünsten nichts mehr im Weg.

Zubereitetes Seeteufelfilet

Der Seeteufel ist besonders gut vom Grill oder in der Pfanne gebraten als dickes Minutensteak, Kotelett oder Medaillon. Im Speck- oder Schinkenmantel gebraten ist er ein besonderer Genuss, da die kräftigen Aromen des Fleisches seinen Geschmack perfekt ergänzen. In Frankreich kommt die Lotte, wie der Seeteufel dort heißt, paniert und in Kräuterkruste auf den Teller. Besonders gut passt sein exquisites Fleisch zu mediterranem Gemüse wie Fenchel und Tomaten, aber auch zu Pastagerichten. Er verträgt kräftige Kräuter, aromatische Gewürze und viel Zitrone! Auch als Ragout, Carpaccio oder mal ganz spicy mit Mango, Kokosnussmilch, Curry und Chili zu einer exotischen Kreation kombiniert  – inspirierend lecker! 

Unser Profi-Tipp zum Seeteufel

Bevor Sie den Seeteufel zubereiten, sollten Sie ihn eine Stunde zuvor salzen. Er enthält viel Feuchtigkeit und schrumpft deshalb beim Garen. Bestreuen Sie ihn dagegen mit Salz, entziehen Sie ihm im Vorfeld bereits einen Teil der Feuchtigkeit.

Seeteufel auf Schiefer

Der Seeteufel: Nicht schön, aber exquisit

Er ist nicht die Beautyqueen der Meere: Aber trotz seines abschreckenden Äußeren mit dem überproportional breiten Kopf mit riesigem Maul, besetzt mit vielen spitzen Zähnen, den engstehenden Augen und dem mit zahlreichen Stacheln und Auswüchsen besetzten Körper, verwandelt sich der Seeteufel bei der Zubereitung in eine der exklusivsten Fischdelikatessen. Weltweit gibt es mindestens sieben Seeteufelarten, die sich erheblich unterscheiden. Eine der beiden in Deutschland handelsüblichen europäischen Arten stammt aus dem Nordostatlantik. Die Grundfärbung dieses „teuflischen“ Fischs ist bräunlich mit dunklen Flecken, doch kann er sich, wie die Scholle, zur Tarnung seinem Untergrund anpassen.

Als Lauerfisch macht er Jagd auf bodennah lebende Fische, Rochen und Seeale und gräbt sich dafür teilweise in den Boden ein, um mit seinem charakteristischen Rückflossenstrahl, seiner „Angel“, die Bewegungen kleiner Beutetiere zu imitieren. Mit seinem gewaltigen Maul verschlingt er seine Beute, während seine spitzen, nach innen gerichteten Zähne verhindern, dass sie wieder entwischt. Seeteufel können bis zu zwei Meter lang werden, die handelsübliche Größe der hierzulande verkauften Tiere beträgt etwa einen Meter. Er hat sogar Geschichte gemacht, denn 1921 wurde aus der Bauchspeicheldrüse des Seeteufels das erste Insulin zur Behandlung von Diabetes gewonnen!