Übersicht des Steinobst Sortiments

Steinobst

Die Welt des Steinobst

Frisch vom Baum weg: Es ist Zeit für schmackhafte Früchtchen! Versüßen Sie sich den Sommer mit unserer großen Vielfalt an herrlich saftigem Steinobst! Gemeinsam sind den frisch-fruchtigen Sommerlieblingen ihre harten Kerne umgeben von süßem aromatischen Fruchtfleisch. Die reifen Früchte lassen sich nicht nur gut vernaschen, sondern runden auch fantastisch herzhafte Gerichte ab. Entdecken Sie in unserem Garten Eden die wildesten und die weißesten Pfirsiche, verlieben Sie sich in die süßesten Nektarinen, feiern Sie die saftigsten Kirschen, schlemmen Sie die aromatischsten Aprikosen und lassen Sie sich von den vielseitigen roten Pflaumen begeistern. Das süße Leben kann beginnen!
 

Wilde Pfirsiche: Halb so wild!

Es gibt weltweit über 3000 verschiedene Pfirsichsorten – die süßen „Früchte der Unsterblichkeit“ unterscheiden sich in Größe, Farbe, Geschmack, Form und anderen Faktoren. Darunter gibt es auch eine uralte Varietät, den Wildpfirsich, welcher auch unter der Bezeichnung Teller-, Berg- oder Plattpfirsich bekannt ist. Anders als ihr Name vermuten lässt, wachsen diese Pfirsiche nicht wild in der Natur, sondern werden auf Obstplantagen kultiviert. Im Gegensatz zu ihren kugelrunden Verwandten sehen Wildpfirsiche abgeflacht und wie platt gedrückt aus, ihr Geschmack, ihr intensiver Duft und ihre Saftigkeit übertreffen die runden Pfirsiche aber bei Weitem.

Vollreife wilde Pfirsiche haben ein herrliches feines Aroma, dass dazu verführt, sie frisch vom Fleck weg zu vernaschen. Aber natürlich sind sie nicht nur ein leckerer erfrischender Snack, sondern begeistern darüber hinaus mit ihrer außergewöhnlichen kulinarischen Vielfältigkeit. Ob frisch und pur, gegart, gebacken oder gegrillt: In der Küche glänzen die wilden Früchte sowohl als süße als auch als säuerliche Komponente zu vegetarischen und Fleischgerichten. Sie lassen sich herrlich mit kräftigen Aromen wie denen von Schinken, getrockneten Tomaten oder Blauschimmelkäse kombinieren. Probieren Sie doch mal einen leckeren Pfirsich-Flammkuchen mit Schinken und Mozzarella oder ein pikantes Pfirsich-Chutney. Selbstverständlich können Sie mit den Früchtchen auch hervorragende Desserts und Süßspeisen zubereiten: Mit den flachen saftigen Leckerbissen werden Ihre süßen Kreationen wie Pfirsicheis, Pfirsichtarte und -kompott, Pfirsichgelee und -marmelade echte Highlights!

Steckbrief des wilden Pfirsich

Eigenschaften: rund | platt | hellgelbes Fruchtfleisch | gelb-orangene pelzige Schale | säurearm

Herkunft: Italien

Saison: Juni - September

Geschmack: süß | aromatisch

Weißer Pfirsich: Eine samtige Überraschung!

Ein Pfirsich mit „Wow-Effekt“! Weiße Pfirsiche sind eine Unterart des gelben Pfirsichs, die ausgereift mit ihrer schönen weiß-gelblichen, samtigen Schale und ihrem weißen Fruchtfleisch überraschen. Sie sind schön knackig, mit vollreifer saftiger Süße und einem unglaublich feinen, fruchtigen Geschmack. Eine echte Besonderheit und Entdeckung – nicht nur für eingefleischte Pfirsich-Fans.

Die frischen Früchte sind die perfekte Bereicherung für Obstsalate und Fruchtcocktails. Mit ihrem köstlichen Duft und ihrer ungewöhnlichen Optik verleiten die sonnengereiften runden Früchte zum Hineinbeißen, bis der Saft vom Kinn tropft. Sie lassen sich wunderbar zu Kompott, Desserts und Marmeladen verarbeiten. Fans der herzhaften Küche bereiten die Früchtchen als Beigaben zu Geflügel, Fisch, herzhaften Salaten, Käse oder Schinken zu. Die Früchte machen als köstlicher Kuchenbelag eine gute Figur und eignen sich wunderbar für Säfte, Smoothies, Torten und Eiscreme, und natürlich sind sie nicht wegzudenken als Fruchtmark im berühmten Cocktail „Bellini“ aus Harry’s Bar in Venedig! Eine kleine Kücheninspiration: Probieren Sie unbedingt einmal karamellisierten weißen Pfirsich mit Lavendelblüten-Eis und Pinien-Honig-Sirup!

Produktbild des weißen Pfirsich

Steckbrief des weißen Pfirsich

Eigenschaften: rund kugelig | weißes Fruchtfleisch | gelb-orangene pelzige Schale 

Herkunft: Italien

Saison: Juni - September

Geschmack: süß | aromatisch

Gelber Pfirsich: Unsterblicher Liebling

Einfach zum Reinbeißen! Hierzulande gehören sie zu den Lieblingen unter den Früchten – und das zu Recht: Die italienischen Pfirsiche duften aromatisch, haben eine samtweiche gelb-rötliche Schale und sind herrlich saftig, mit verführerisch süß-fruchtigem Fruchtfleisch, das auf der Zunge zergeht. Die gelbfleischigen Früchte sind in der Regel süßer und fester als die weißfleischigen und eignen sich besonders gut zur Weiterverarbeitung in der Küche.

Ob frisch und pur, gegart, gebacken oder gegrillt: Pfirsiche begeistern mit ihrer außergewöhnlichen kulinarischen Vielfalt. In der Küche glänzen die runden Früchte sowohl als süße als auch als säuerliche Komponente und lassen sich herrlich mit kräftigen Aromen wie denen von Schinken, getrockneten Tomaten oder Blauschimmelkäse kombinieren. Oder probieren Sie doch mal unser Pfirsichrezept mit High-Pressure-Lobster – ein überraschendes Geschmackserlebnis!

Produktbild des gelben Pfirsich

Steckbrief des gelben Pfirsich

Eigenschaften: rund kugelig | gelb-orangenes Fruchtfleisch | gelb-orangene pelzige Schale

Herkunft: Italien

Saison: Mai - September

Geschmack: süß | aromatisch

Weiße Nektarine: Glatt lecker

Die leckeren „Glattpfirsiche“ werden immer beliebter. Sie sind eigentlich eine Varietät des Pfirsichs – rein optisch sehen Pfirsich- und Nektarinenbäume sogar gleich aus! Bereits im Altertum kannte man das Phänomen, dass Pfirsichbäume gelegentlich glattschalige Früchte hervorbrachten. Nektarinen als Obstsorte waren bereits seit dem 17. Jahrhundert bekannt, aber erst im 19. Jahrhundert rückten kalifornische Pfirsichfarmer die Früchte mit der glatten seidigen Schale in den Mittelpunkt ihrer Züchtungen – und seitdem erlebt die Nektarine einen langanhaltenden Aufschwung.

Mittlerweile gibt es eine fast unüberschaubare Sortenvielfalt der weiß- und gelbfleischigen Nektarinen. Generell sind sie im Gegensatz zu Pfirsichen etwas weniger saftig, dafür punkten die weißfleischigen Früchte mit ihrer unvergleichlichen Süße und einer leicht säuerlichen Note.

Eine der genussvollsten Arten, eine vollreife Nektarine zu essen: Beißen Sie einfach rein und schmecken Sie den Sommer! Aber das leckere Steinobst kann noch mehr – es ist, mit oder ohne Schale, die perfekte Zutat für sommerliche Desserts, Kuchen, Obstsalate, Eiscremes, Marmeladen und Säfte. Aber auch zu herzhaften Zubereitungen passt ihre aromatische Fruchtigkeit: Probieren Sie sie roh in einem Salat mit Schinken und Burrata, oder gegrillt mit Ziegenkäse, als Caprese mit Büffelmozzarella oder in Kombination mit Geflügel auf einem Hähnchen-Nektarinen-Spieß. Nektarinen verführen zum Ausprobieren von ungewöhnlichen Geschmackskombinationen, also spielen Sie mit den Aromen! So wird der Sommer richtig süß!

Produktbild der Nektarinen

Steckbrief der weißen Nektarine

Eigenschaften: rund kugelig | weißes Fruchtfleisch | gelb-orangene glatte Schale

Herkunft: Italien

Saison: Juni - September

Geschmack: süß | aromatisch

Kirschen: Die roten Sommerklassiker!

Wenn die Kirschen reif sind, ist der Sommer da! Die Hochsaison der Kirschen hat begonnen und überall finden Sie jetzt die aromatischen süßen weichfleischigen Herzkirschen und festfleischigen Knorpelkirschen zum Vernaschen. Die Größe und Farbe der Früchte können dabei jeweils variieren, die Farbpalette reicht von gelbrot über rot bis zu schwarz. Häufig haben wir die feinwürzig-süße traditionsreiche Kirschsorte Bigarreau und die zweifarbige Rainier-Kirsche im Sortiment, welche beide als Premium-Kirschsorten gelten. Die Rainier-Kirsche ist süß-herb mit einer dünnen gelbroten Schale und cremig-gelbem Fleisch.

Die leckeren roten Früchtchen bereichern die saisonale Küche mit ihrer herben Süße und knackigen Frische. Ob gelbrot, dunkelrot oder gar schwarz, Kirschen erfreuen sich größter Beliebtheit und verleihen der bekannten Schwarzwälder Kirschtorte, Roter Grütze, Konfitüren, Kuchen, Eiscremes, Kaltschalen oder Kompott ein einzigartiges Aroma. Aber nicht nur süß, auch pikant als Kirschragout oder -sauce in Kombination mit Wild, Ente, Steak oder Schinken sowie in kreativen Cocktails können Sie Kirschen hervorragend kulinarisch in Szene setzen. Obwohl sie vorher wahrscheinlich schon weggeknabbert sind!

Produktbild der Kirschen

Steckbrief der Kirsche

Eigenschaften: dunkel rot | breit rundlich | mittelfest | dunkel rote Schale und dunkel rotes Fruchtfleisch

Herkunft: Italien

Saison: Juni - September

Geschmack: süß | aromatisch

Aprikosen: Die kleinen Sonnenfrüchte

Neben den Kirschen beginnt im Mai die Hauptsaison eines der leckersten Früchtchen der Familie der Rosengewächse: Die hellgelbe bis orangerote Aprikose, die in Österreich auch Marille genannt wird. Klein oder groß, kugelig oder eiförmig, mit rauer samtartiger oder glatter Schale – die reifen Aprikosen verströmen ein intensiv fruchtiges Aroma und bieten eine ganze Palette an Geschmackserfahrungen, von süßsauer, über mandelartig bis süß. Ein besonderes Merkmal der Aprikose ist ihre „Naht“, die vom Stiel bis zum Stempelansatz verläuft und die Frucht in zwei Hälften unterteilt, wodurch sich ihr kleiner brauner Kern leicht vom samtweichen Fruchtfleisch lösen lässt.

Am liebsten frisch: Reife Aprikosen sind herrlich köstliche Naschfrüchte! Zu Kompott gekocht, als Konfitüre und in Süßspeisen entfalten sie aber erst ihr reiches Aroma und ihren süßen Geschmack. Aprikosen sind kulinarische Allrounder, da lohnt sich auch ein Blick in die herzhafte Küche: Wie wäre es mit langsam gegarter orientalischer Rehkeule mit buntem Wurzelgemüse?

Produktbild der Aprikosen

Steckbrief der Aprikosen

Eigenschaften: kugelig eirund | gelb-orangenes Fruchtfleisch | gelb-orangene pelzige Schale

Herkunft: Italien

Saison: Mai - Juni

Geschmack: süß | sauer | aromatisch

Rote Pflaumen: Die exquisite Vielfalt!

Ob schwarz, blau-lila, leuchtend rot, sonnig orange, goldgelb oder grün: sie wachsen in allen möglichen Formen, Größen und in großer Geschmacksvielfalt: die Pflaumen. Ihre wilden Vorfahren, die vermutlich aus einer Kreuzung aus Schlehe und Kirschpflaume hervorgegangen waren, präsentierten sich noch ganz anders in Form, Farbe und Geschmack als die Exemplare, welche die Römer vor etwa 2000 Jahren in die Regionen nördlich der Alpen brachten.

Heute sind die meisten Pflaumen eher oval und süß und gehören zur Familie der europäischen Pflaume. Andere sind runder und saftiger, mit säuerlichen Schalen, und gehören zur Familie der japanischen Pflaume, die ursprünglich aus China kommt. Sie finden so über 2000 verschiedenen Sorten unter dem Sammelbegriff Pflaume – einige davon eignen sich eher zum Einkochen und Einlegen, während andere lieber sofort frisch gegessen werden sollten, da ihr Fruchtfleisch im reifen Zustand einfach herrlich saftig und süß ist!

Die roten Pflaumen schmecken frisch von der Hand in den Mund am allerbesten. Aber auch kulinarisch können Sie aus den kleinen roten Wundern das Beste herausholen: Durch die Verbindung der leicht säuerlichen Schale mit ihrer saftigen Süße können Sie bei der Zubereitung außergewöhnliche Geschmackstiefen erreichen. Besonders süße oder herzhafte Pflaumensaucen, etwa als Begleitung zu gebratenem oder geschmortem Fleisch wie Rippchen, Wild oder Geflügel, sind ein absoluter Geschmackshammer! Das Dream-Team Pflaume und Ente ist praktisch füreinander bestimmt: diese Geschmackskombination ist einfach unschlagbar!

Die prallen Früchte eignen sich weniger als Kuchenbelag oder Kompott, aber perfekt zur Kreation von fein komponierten Desserts. Besonders die Kombination mit Mandeln, Walnüssen, Eiscreme oder buttrigem Blätterteig, und mit starken Gewürzaromen wie Vanille, Kardamom, Pfeffer, Zimt, Sternanis oder exquisiter Schokolade, lassen die kleinen Früchte auf der Zunge leuchten!

Produktbild der roten Pflaume

Steckbrief der roten Pflaume

Eigenschaften: rund | dunkelrot/blaue Schale | dunkelgelbes saftiges weiches Fruchtfleisch

Herkunft: Südafrika | Chile | Italien

Saison: Mai - Oktober

Geschmack: süß | sauer

Zwetschgen: Pflaumen in blau!

Die Vielfalt der Pflaumen ist riesig. Aber was genau ist eine Zwetschge? In Norddeutschland heißt sowieso alles Pflaume, in Süddeutschland und Österreich ist es eher umgekehrt. Was macht also eine echte Zwetschge aus? Die Zwetschge gehört, wie auch die Edelpflaumen Reineclaude und Mirabelle, zu einer von sieben Unterarten der Pflaume. In der Regel ist sie länglich und spitz zulaufend, mit tiefblauer Färbung und festem gelben Fruchtfleisch, das sich sehr leicht vom Stein lösen lässt. Sie weist nicht die pflaumentypische Längsfurche auf und ist von einer dünnen weißlichen Schutzschicht umgeben, dem sogenannten Duftfilm, der die Frucht vor dem vorzeitigen Austrocknen schützt und vor dem Verzehr abgewaschen werden kann.

Ihre besondere Superpower liegt darin, perfekt zum Backen und Kochen zu sein! Im Gegensatz zu den Pflaumen enthält sie weniger Wasser, lässt sich leichter entsteinen und bleibt auch beim Backen formstabil, weshalb sie auch zu Recht unter Bäcker:innen als „Königin der Blechkuchen“ gilt. Ihr köstliches süß-säuerliches, fein herbes Aroma geht selbst durch das Einwecken nicht verloren. Die Zwetschge weiß ihre Aromen in süßen Kreationen auszuspielen: Im österreichischen Nationaldessert Kaiserschmarrn mit Zwetschgenröster, im Zwetschgendatschi und den herrlichen Zwetschgen-Knödeln – allesamt echte Klassiker!

Wenn Sie jetzt noch mehr Lust auf Zwetschge bekommen haben, probieren Sie doch mal ein leckeres Roastbeef mit marinierten Zwetschgen, einen Wildbraten begleitet von karamellisierten Zwetschgen, roten Zwiebeln und Thymian, einen würzigen Käseteller mit einem fruchtigen Zwetschgen-Chutney oder ideal zur Grillsaison, eine herzhafte BBQ-Sauce aus den gegrillten Steinfrüchten. Die kräftige Säure der blauen Frucht pariert die Kraft des Fleisches in außerordentlicher Weise – einfach köstlich! Und zum Abschluss vielleicht einen Zwetschgenbrand? Auf Ihre Gesundheit!

Produktbild der Zwetschgen

Steckbrief der Zwetschge

Eigenschaften: länglich und an den Enden spitz zulaufend | blau-violette Schale | gelbes festes Fruchtfleisch

Herkunft: Deutschland | Niederlande

Saison: Juli - Oktober

Geschmack: süß | sauer

Zwetschgen-Fruchtaufstrich: Pflaume in fein

Die schönen tiefblauen Steinfrüchte begeistern nicht nur in fruchtigen Desserts und herzhaften Gerichten. Ihr fruchtig-süßer Geschmack mit der feinen Säure lässt sich in Marmelade, Mus oder Kompott wunderbar einfangen. Verlängern Sie den Sommer mit unserem köstlichen Zwetschgen-Fruchtaufstrich: Ergänzt mit etwas frischer Orange und rotem Johannisbeersaft kommen die spätsommerlichen Früchte besonders gut zur Geltung. Lassen Sie sich den Spätsommer auf der Zunge zergehen.
 

Produktbild des Zwetschgen Fruchtaufstrichs

Zwetschgensaft: Pflaume im Glas

Unser Geheimtipp! Sortenreiner Saft aus einer besonderen Zwetschgenart, die wegen ihres intensiven Geschmacks auch gern zum Backen, Einwecken oder als Bratenzugabe geschätzt wird. Die dunkel-violettblauen Zwetschgen werden auf alten Streuobstwiesen kultiviert, wo die bis zu 60-jährigen Bäume einzigartig aromatische Früchte entwickeln. Hergestellt ohne Zugabe von Wasser oder Zusatzstoffen wie Aromen oder Konservierungsmitteln, sorgt ihre ausgeprägte Fruchtsüße in Kombination mit einer sehr milden Gerbstoff- und Säurestruktur für eine leckere mundfüllende Textur, die den Saft zu einer echten Gaumenfreude macht! Genießen Sie ihn pur oder als erfrischende Saftschorle, gemischt mit Mineralwasser. Gut gekühlt ist der Saft mit seiner süßen Fruchtigkeit perfekt als Begleitung zu herzhaften Bratengerichten wie Rindsrouladen, geschmorten Schweinerippchen oder gegrilltem Fisch. Wie ein trockener leichter Rotwein passt er zu würzigem Käse oder ergänzt Pasta-Gerichte mit fruchtiger Tomatensauce.
 

Produktbild des Pflaumensaft

Reineclaude: Pflaume auf französisch

Ihren Namen verdankt die „Königin der Pflaumen“ der französischen Königin Claudia („Reine Claude“), der Tochter Ludwigs XII., die eine große Liebhaberin der im 16. Jahrhundert noch exotischen Edelpflaume war. Die oft unter den Namen Reneklode, Ringlotte, Zuckerpflaume oder Ringlo bekannte Pflaumenart stammt aus Vorderasien und ist in Deutschland erst seit etwa 150 Jahren heimisch. Die meist gelbgrünschalige, manchmal auch rötlich, dunkelviolett oder gelbfarbige Reineclaude wird heute vor allem in Frankreich, aber auch in den wärmeren Lagen Deutschlands und Europas angebaut. Sie begeistert nicht nur durch ihr weiches, zart schmelzendes Fruchtfleisch und ihre aromatische Süße mit erfrischend säuerlichen Noten, sondern auch durch ihre überdurchschnittliche Saftigkeit. Sie ist etwas größer als die Mirabelle, mit der sie oft verwechselt wird. Die glattschaligen kugeligen Früchte sind von einem weißlichen Duftfilm umgeben, der sie vor dem Austrocknen schützt und ihr fast runder Kern lässt sich nur schwer herauslösen.

Genießer:innen essen sie am liebsten frisch vom Baum – die vollreifen würzig-süßen Steinfrüchte sind eindeutig pur am leckersten. Sie eignen sich aber auch zur Zubereitung von Mus, Obstsalaten, Kompotts, Desserts und Backwaren. Dank ihres festen Fruchtfleisches sind sie perfekt zum Garen und Schmoren: Herzhaften Gerichten verleihen die köstlichen Früchte eine aromatisch fruchtige Note. Als Chutney oder geschmort mit leckeren Schweinerippchen, in einer dunklen Sauce zu Wild oder Geflügel oder pikant eingelegt als Begleitung zu kräftigem Käse: Das würzig süße Steinobst ist herrlich abwechslungsreich. Ein selbst gemachter Reineclauden-Sirup mit etwas Mineralwasser oder Winzersekt aufgegossen, bietet gerade im Sommer eine herrliche Erfrischung. Vielleicht probieren Sie einen selbst aufgesetzten Obstlikör? Der berühmte französische Schnaps „Prunelle“ wird übrigens ausschließlich aus Reineclauden erzeugt. Aber Achtung: Die Saison dieser leckeren Früchte ist die kürzeste aller Pflaumenarten: Von Juli bis August ist Erntezeit, Sie sollten nicht die Gelegenheit zum Genuss dieser edlen Pflaumen verpassen!

Produktbild der Reineclaude

Steckbrief der Reineclaude

Eigenschaften: oval-länglich | grün gelbe Schale | grün gelbliches Fruchtfleisch

Herkunft: Frankreich | Spanien

Saison: August - September

Geschmack: süß | aromatisch

Mirabellen: Pflaume in süß

Die kugelrunden Steinfrüchte werden in Frankreich bereits seit mehr als 600 Jahren geliebt, und kommen überwiegend aus Lothringen, ihrem historischen Anbaugebiet, werden aber auch in Deutschland und Italien angebaut. Hierzulande sind die „Wunderschönen“ – ihr Name wurde abgeleitet vom lateinischen Begriff „mirabilis“ für „wunderschön anzuschauen“ – erst seit dem 18. Jahrhundert bekannt, oft auch unter dem Namen „Gelbe Zwetschge“. Dass sich ihr Stein leicht aus ihrem festen Fruchtfleisch löst, ist eine Gemeinsamkeit mit ihrer tiefblauen Zwetschenschwester. Das kleine, feine Mitglied der Pflaumenfamilie ist kirschgroß: Sie erkennen sie an ihrer leuchtend gelben, ins Orange oder Grün spielenden Schale und dem grünlich gelben Fruchtfleisch, das feinwürzig und sehr saftig ist. Bei voller Reife verströmt sie einen einzigartigen Honigduft und dank ihres hohen Gehalts an Fruchtsüße schmeckt sie zuckersüß.

Reife Mirabellen sind in jedem Fall pur ein großer Genuss. Sie werden aber auch von Küchenchefs der gehobenen Gastronomie sehr geschätzt: Die kleinen goldenen Edel-Pflaumen lassen sich in beeindruckende Desserts und Patisserie verwandeln. Ein besonderes Geschmackserlebnis ist beispielsweise eine Mirabellentarte mit Lavendel-Eis. Natürlich passen sie auch hervorragend zu herzhaften Gerichten: Als Chutney, Kompott oder zu einer fruchtigen Sauce verarbeitet, vollenden sie eine gebratene Entenbrust, eine Foie gras oder geschmortes Wildbret. Mit einem selbstgemachten fruchtigen Mirabellen-Likör oder einem erfrischenden Cocktail aus Mirabellensirup und Riesling Sekt beeindrucken Sie Ihre Gäste!

Steckbrief der Mirabellen

Eigenschaften: rund | orange gelbe Schale | orange gelbes Fruchtfleisch

Herkunft: Italien | Deutschland

Saison: August - September

Geschmack: süß | aromatisch

Woran erkenne ich Qualität und wie kann ich Steinobst richtig aufbewahren?

Beim Einkauf von Steinobst sollten Sie natürlich auf die Frische der jeweiligen Früchte achten. Meistens werden die Steinfrüchte noch von Hand gepflückt und sind sehr empfindlich. Generell gilt, dass die Früchte prall und fest sein und aromatisch duften sollten, sowie frei von Druckstellen, Verletzungen der Schale und Flecken sind. Idealerweise kaufen Sie immer nur so viel Früchte, wie Sie in den zwei darauffolgenden Tagen verzehren möchten, da das Steinobst gerade bei sommerlichen Temperaturen schnell verderben kann.

Pfirsiche, Nektarinen und Aprikosen werden vor ihrer Genussreife geerntet und entwickeln ihr volles Aroma erst später, nach einer gewissen Lagerungszeit. Sie reifen meistens bei Zimmertemperatur nach. Ein sanfter Druck auf die Frucht gibt Ihnen schnell Aufschluss über ihre Reife: Gibt das Fruchtfleisch leicht nach, ist die Frucht perfekt. Werden Aprikosen und Pfirsiche im Kühlschrank gelagert, so sind sie etwa eine Woche haltbar, allerdings verlieren sie dabei an Aroma.

Kirschen sollten Sie dagegen vollreif kaufen. Frische reife Kirschen erkennen Sie an ihrem geraden grünen Stiel, der fest an der Frucht sitzt. Zudem sollten die Kirschen reif, glänzend, prall und unbeschädigt sein. Kirschen sind druckempfindlich und sollten möglichst schnell verbraucht werden. Bewahren Sie sie samt Stiel bei niedrigen Temperaturen und möglichst trocken im Kühlschrank auf – so halten sich Kirschen etwa zwei bis drei Tage.

Pflaumen sollten in einem fortgeschrittenen Reifestadium sein, aber nicht vollreif gekauft werden. Beim Einkauf sollten Sie darauf achten, dass sie außen weich, aber innen hart sind. Allerdings sollte die Schale bei Druck nicht zu stark nachgeben. Der weißliche Film bei Pflaumen, eine natürliche wachsartige Schicht, bildet sich durch Kondenswasser noch am Baum und schützt die Früchte vor Bakterien, Schimmel und dem Austrocknen. Er ist auch ein Hinweis für Frische, denn bei längerer Lagerung reduziert er sich. Vor der Zubereitung sollten Sie ihn aber mit Wasser abwaschen. Um die Pflaumen reifen zu lassen, legen Sie sie bei Zimmertemperatur mit einem Insektenschutz bedeckt in eine Schale. Pflaumen sind reif und bereit zum Verzehr, wenn sie weich sind und süß duften.

Noch ein Küchentipp: Waschen Sie das Obst erst direkt vor dem Verzehr! Durch die Feuchtigkeit können die Früchte schneller verderben, selbst wenn Sie sie gründlich abgetrocknet haben.
 

Welche Lebensmittel passen gut zu Steinobst?

Was immer geht: Eine sensationelle Vanille-Eiscreme mit frischem Steinobst! Die Früchte lassen sich auch gut untereinander mischen und treffen sich dann als leckerer Obstsalat auf dem Teller wieder. Weitere Ideen zu aromatischen Kombinationspartnern finden Sie in unserer Liste im Anschluss, wie immer ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

  • Molkereiprodukte: Sahne, Mozzarella, Frischkäse, Mascarpone, Ziegenfrischkäse, Ricotta, Büffelmozzarella, Blauschimmelkäse
  • Gemüse: Tomate, Feldsalat, Zwiebel, Paprika
  • Früchte: Himbeere, Erdbeere, Johannisbeere, Brombeere, Mango, Weintrauben, Orange, Zitrone, Limette, Heidelbeere
  • Kräuter und Gewürze: Basilikum, Vanille, Pfeffer, Chili, Minze, Melisse, Zitronenthymian, Kardamom, Rosmarin, Zimt, Nelken, Sternanis
  • Fleisch und Geflügel: Schinken, Rindfleisch, Huhn, Lamm, Ente, Gans, Wild, Schweinefleisch, Speck
  • Fisch & Meeresfrüchte
  • Kerne und Nüsse: Pistazie, Mandel, Walnuss, Kastanie, Haselnuss, Kokosnuss, Pekannuss
  • Schokolade, Honig

Welcher Wein passt zu Steinobst?

Wenn Steinobst im Mittelpunkt eines Desserts steht, sollte der Wein dazu genug Restzucker haben, damit die Süße des Weins jene der Früchte neutralisiert und ihre Säure mildert. Ein Dessertwein ist hier eine gute Wahl. Zu einem gemischten Obstsalat passt ein fruchtiger Frizzante aus dem Friaul, ein Rosé aus der Pfalz, aber auch ein junger frischer Riesling. Ansonsten stehen bei herzhaften Gerichten die jeweils dominanten Aromen im Mittelpunkt der Empfehlung: Beim Klassiker, Ente mit Pflaumensauce, ist die leichte Säure der Pflaume ein Gegenpol zum Fett der Ente, dazu passt gut ein trockener Spätburgunder aus Rheinhessen oder Baden. Mit gegrilltem Fleisch und Kirschsauce harmoniert bspw. ein Pinot Noir oder auch ein Portwein.