Die Welt des Steinobst

Frisch vom Baum weg: Es ist Zeit für schmackhafte Früchtchen! Versüßen Sie sich den Sommer mit unserer großen Vielfalt an herrlich saftigem Steinobst! Gemeinsam sind den frisch-fruchtigen Sommerlieblingen ihre harten Kerne umgeben von süßem aromatischen Fruchtfleisch. Die reifen Früchte lassen sich nicht nur gut vernaschen, sondern runden auch fantastisch herzhafte Gerichte ab. Entdecken Sie in unserem Garten Eden die wildesten und die weißesten Pfirsiche, verlieben Sie sich in die süßesten Nektarinen, feiern Sie die saftigsten Kirschen, schlemmen Sie die aromatischsten Aprikosen und lassen Sie sich von den vielseitigen roten Pflaumen begeistern. Das süße Leben kann beginnen!

Wilde Pfirsiche: Halb so wild!

Es gibt weltweit über 3000 verschiedene Pfirsichsorten – die süßen „Früchte der Unsterblichkeit“ unterscheiden sich in Größe, Farbe, Geschmack, Form und anderen Faktoren. Darunter gibt es auch eine uralte Varietät, den Wildpfirsich, welcher auch unter der Bezeichnung Teller-, Berg- oder Plattpfirsich bekannt ist. Anders als ihr Name vermuten lässt, wachsen diese Pfirsiche nicht wild in der Natur, sondern werden auf Obstplantagen kultiviert. Im Gegensatz zu ihren kugelrunden Verwandten sehen Wildpfirsiche abgeflacht und wie platt gedrückt aus, ihr Geschmack, ihr intensiver Duft und ihre Saftigkeit übertreffen die runden Pfirsiche aber bei Weitem.

Vollreife wilde Pfirsiche haben ein herrliches feines Aroma, dass dazu verführt, sie frisch vom Fleck weg zu vernaschen. Aber natürlich sind sie nicht nur ein leckerer erfrischender Snack, sondern begeistern darüber hinaus mit ihrer außergewöhnlichen kulinarischen Vielfältigkeit. Ob frisch und pur, gegart, gebacken oder gegrillt: In der Küche glänzen die wilden Früchte sowohl als süße als auch als säuerliche Komponente zu vegetarischen und Fleischgerichten. Sie lassen sich herrlich mit kräftigen Aromen wie denen von Schinken, getrockneten Tomaten oder Blauschimmelkäse kombinieren. Probieren Sie doch mal einen leckeren Pfirsich-Flammkuchen mit Schinken und Mozzarella oder ein pikantes Pfirsich-Chutney. Selbstverständlich können Sie mit den Früchtchen auch hervorragende Desserts und Süßspeisen zubereiten: Mit den flachen saftigen Leckerbissen werden Ihre süßen Kreationen wie Pfirsicheis, Pfirsichtarte und -kompott, Pfirsichgelee und -marmelade echte Highlights!

Steckbrief des wilden Pfirsich

Eigenschaften

  • rund | platt | hellgelbes Fruchtfleisch | gelb-orangene pelzige Schale | säurearm

Herkunft

  • Italien

Saison

  • Juni - September

Geschmack

  • süß | aromatisch

Weißer Pfirsich: Eine samtige Überraschung!

Ein Pfirsich mit „Wow-Effekt“! Weiße Pfirsiche sind eine Unterart des gelben Pfirsichs, die ausgereift mit ihrer schönen weiß-gelblichen, samtigen Schale und ihrem weißen Fruchtfleisch überraschen. Sie sind schön knackig, mit vollreifer saftiger Süße und einem unglaublich feinen, fruchtigen Geschmack. Eine echte Besonderheit und Entdeckung – nicht nur für eingefleischte Pfirsich-Fans.

Die frischen Früchte sind die perfekte Bereicherung für Obstsalate und Fruchtcocktails. Mit ihrem köstlichen Duft und ihrer ungewöhnlichen Optik verleiten die sonnengereiften runden Früchte zum Hineinbeißen, bis der Saft vom Kinn tropft. Sie lassen sich wunderbar zu Kompott, Desserts und Marmeladen verarbeiten. Fans der herzhaften Küche bereiten die Früchtchen als Beigaben zu Geflügel, Fisch, herzhaften Salaten, Käse oder Schinken zu. Die Früchte machen als köstlicher Kuchenbelag eine gute Figur und eignen sich wunderbar für Säfte, Smoothies, Torten und Eiscreme, und natürlich sind sie nicht wegzudenken als Fruchtmark im berühmten Cocktail „Bellini“ aus Harry’s Bar in Venedig! Eine kleine Kücheninspiration: Probieren Sie unbedingt einmal karamellisierten weißen Pfirsich mit Lavendelblüten-Eis und Pinien-Honig-Sirup!

Steckbrief des weißen Pfirsich

Eigenschaften

  • rund kugelig | weißes Fruchtfleisch | gelb-orangene pelzige Schale 

Herkunft

  • Italien

Saison

  • Juni - September

Geschmack

  • süß | aromatisch

Weiße Nektarine: Glatt lecker

Die leckeren „Glattpfirsiche“ werden immer beliebter. Sie sind eigentlich eine Varietät des Pfirsichs – rein optisch sehen Pfirsich- und Nektarinenbäume sogar gleich aus! Bereits im Altertum kannte man das Phänomen, dass Pfirsichbäume gelegentlich glattschalige Früchte hervorbrachten. Nektarinen als Obstsorte waren bereits seit dem 17. Jahrhundert bekannt, aber erst im 19. Jahrhundert rückten kalifornische Pfirsichfarmer die Früchte mit der glatten seidigen Schale in den Mittelpunkt ihrer Züchtungen – und seitdem erlebt die Nektarine einen langanhaltenden Aufschwung.

Mittlerweile gibt es eine fast unüberschaubare Sortenvielfalt der weiß- und gelbfleischigen Nektarinen. Generell sind sie im Gegensatz zu Pfirsichen etwas weniger saftig, dafür punkten die weißfleischigen Früchte mit ihrer unvergleichlichen Süße und einer leicht säuerlichen Note.

Eine der genussvollsten Arten, eine vollreife Nektarine zu essen: Beißen Sie einfach rein und schmecken Sie den Sommer! Aber das leckere Steinobst kann noch mehr – es ist, mit oder ohne Schale, die perfekte Zutat für sommerliche Desserts, Kuchen, Obstsalate, Eiscremes, Marmeladen und Säfte. Aber auch zu herzhaften Zubereitungen passt ihre aromatische Fruchtigkeit: Probieren Sie sie roh in einem Salat mit Schinken und Burrata, oder gegrillt mit Ziegenkäse, als Caprese mit Büffelmozarella oder in Kombination mit Geflügel auf einem Hähnchen-Nektarinen-Spieß. Nektarinen verführen zum Ausprobieren von ungewöhnlichen Geschmackskombinationen, also spielen Sie mit den Aromen! So wird der Sommer richtig süß!

Steckbrief der weißen Nektarine

Eigenschaften

  • rund kugelig | weißes Fruchtfleisch | gelb-orangene glatte Schale

Herkunft

  • Italien

Saison

  • Juni - September

Geschmack

  • süß | aromatisch

Kirschen: Die roten Sommerklassiker!

Wenn die Kirschen reif sind, ist der Sommer da! Die Hochsaison der Kirschen hat begonnen und überall finden Sie jetzt die aromatischen süßen weichfleischigen Herzkirschen und festfleischigen Knorpelkirschen zum Vernaschen. Die Größe und Farbe der Früchte können dabei jeweils variieren, die Farbpalette reicht von gelbrot über rot bis zu schwarz. Häufig haben wir die feinwürzig-süße traditionsreiche Kirschsorte Bigarreau und die zweifarbige Rainier-Kirsche im Sortiment, welche beide als Premium-Kirschsorten gelten. Die Rainier-Kirsche ist süß-herb mit einer dünnen gelbroten Schale und cremig-gelbem Fleisch.

Die leckeren roten Früchtchen bereichern die saisonale Küche mit ihrer herben Süße und knackigen Frische. Ob gelbrot, dunkelrot oder gar schwarz, Kirschen erfreuen sich größter Beliebtheit und verleihen der bekannten Schwarzwälder Kirschtorte, Roter Grütze, Konfitüren, Kuchen, Eiscremes, Kaltschalen oder Kompott ein einzigartiges Aroma. Aber nicht nur süß, auch pikant als Kirschragout oder -sauce in Kombination mit Wild, Ente, Steak oder Schinken sowie in kreativen Cocktails können Sie Kirschen hervorragend kulinarisch in Szene setzen. Obwohl sie vorher wahrscheinlich schon weggeknabbert sind!

Steckbrief der Kirsche

Eigenschaften

  • dunkel rot | breit rundlich | mittelfest | dunkel rote Schale und dunkel rotes Fruchtfleisch

Herkunft

  • Italien

Saison

  • Juni - September

Geschmack

  • süß | aromatisch

Aprikosen: Die kleinen Sonnenfrüchte!

Die sauersüßen Früchtchen mit dem blumigen Aroma haben wir bereits im Mai vorgestellt, holen Sie sich hier mehr Inspirationen!

Rote Pflaumen: Die exquisite Vielfalt!

Ob schwarz, blau-lila, leuchtend rot, sonnig orange, goldgelb oder grün: sie wachsen in allen möglichen Formen, Größen und in großer Geschmacksvielfalt: die Pflaumen. Ihre wilden Vorfahren, die vermutlich aus einer Kreuzung aus Schlehe und Kirschpflaume hervorgegangen waren, präsentierten sich noch ganz anders in Form, Farbe und Geschmack als die Exemplare, welche die Römer vor etwa 2000 Jahren in die Regionen nördlich der Alpen brachten.

Heute sind die meisten Pflaumen eher oval und süß und gehören zur Familie der europäischen Pflaume. Andere sind runder und saftiger, mit säuerlichen Schalen, und gehören zur Familie der japanischen Pflaume, die ursprünglich aus China kommt. Sie finden so über 2000 verschiedenen Sorten unter dem Sammelbegriff Pflaume – einige davon eignen sich eher zum Einkochen und Einlegen, während andere lieber sofort frisch gegessen werden sollten, da ihr Fruchtfleisch im reifen Zustand einfach herrlich saftig und süß ist!

Die roten Pflaumen schmecken frisch von der Hand in den Mund am allerbesten. Aber auch kulinarisch können Sie aus den kleinen roten Wundern das Beste herausholen: Durch die Verbindung der leicht säuerlichen Schale mit ihrer saftigen Süße können Sie bei der Zubereitung außergewöhnliche Geschmackstiefen erreichen. Besonders süße oder herzhafte Pflaumensaucen, etwa als Begleitung zu gebratenem oder geschmortem Fleisch wie Rippchen, Wild oder Geflügel, sind ein absoluter Geschmackshammer! Das Dream-Team Pflaume und Ente ist praktisch füreinander bestimmt: diese Geschmackskombination ist einfach unschlagbar!

Die prallen Früchte eignen sich weniger als Kuchenbelag oder Kompott, aber perfekt zur Kreation von fein komponierten Desserts. Besonders die Kombination mit Mandeln, Walnüssen, Eiscreme oder buttrigem Blätterteig, und mit starken Gewürzaromen wie Vanille, Kardamom, Pfeffer, Zimt, Sternanis oder exquisiter Schokolade, lassen die kleinen Früchte auf der Zunge leuchten!

Steckbrief der roten Pflaume

Eigenschaften

  • rund | dunkelrot/blaue Schale | dunkelgelbes saftiges weiches Fruchtfleisch

Herkunft

  • Südafrika | Chile | Italien

Saison

  • Mai - Oktober

Geschmack

  • süß | sauer

Woran erkenne ich Qualität und wie kann ich Steinobst richtig aufbewahren?

Beim Einkauf von Steinobst sollten Sie natürlich auf die Frische der jeweiligen Früchte achten. Meistens werden die Steinfrüchte noch von Hand gepflückt und sind sehr empfindlich. Generell gilt, dass die Früchte prall und fest sein und aromatisch duften sollten, sowie frei von Druckstellen, Verletzungen der Schale und Flecken sind. Idealerweise kaufen Sie immer nur so viel Früchte, wie Sie in den zwei darauffolgenden Tagen verzehren möchten, da das Steinobst gerade bei sommerlichen Temperaturen schnell verderben kann.

Pfirsiche, Nektarinen und Aprikosen werden vor ihrer Genussreife geerntet und entwickeln ihr volles Aroma erst später, nach einer gewissen Lagerungszeit. Sie reifen meistens bei Zimmertemperatur nach. Ein sanfter Druck auf die Frucht gibt Ihnen schnell Aufschluss über ihre Reife: Gibt das Fruchtfleisch leicht nach, ist die Frucht perfekt. Werden Aprikosen und Pfirsiche im Kühlschrank gelagert, so sind sie etwa eine Woche haltbar, allerdings verlieren sie dabei an Aroma.

Kirschen sollten Sie dagegen vollreif kaufen. Frische reife Kirschen erkennen Sie an ihrem geraden grünen Stiel, der fest an der Frucht sitzt. Zudem sollten die Kirschen reif, glänzend, prall und unbeschädigt sein. Kirschen sind druckempfindlich und sollten möglichst schnell verbraucht werden. Bewahren Sie sie samt Stiel bei niedrigen Temperaturen und möglichst trocken im Kühlschrank auf – so halten sich Kirschen etwa zwei bis drei Tage.

Pflaumen sollten in einem fortgeschrittenen Reifestadium sein, aber nicht vollreif gekauft werden. Beim Einkauf sollten Sie darauf achten, dass sie außen weich, aber innen hart sind. Allerdings sollte die Schale bei Druck nicht zu stark nachgeben. Der weißliche Film bei Pflaumen, eine natürliche wachsartige Schicht, bildet sich durch Kondenswasser noch am Baum und schützt die Früchte vor Bakterien, Schimmel und dem Austrocknen. Er ist auch ein Hinweis für Frische, denn bei längerer Lagerung reduziert er sich. Vor der Zubereitung sollten Sie ihn aber mit Wasser abwaschen. Um die Pflaumen reifen zu lassen, legen Sie sie bei Zimmertemperatur mit einem Insektenschutz bedeckt in eine Schale. Pflaumen sind reif und bereit zum Verzehr, wenn sie weich sind und süß duften.

Noch ein Küchentipp: Waschen Sie das Obst erst direkt vor dem Verzehr! Durch die Feuchtigkeit können die Früchte schneller verderben, selbst wenn Sie sie gründlich abgetrocknet haben.

Welche Lebensmittel passen gut zu Steinobst?

Was immer geht: Eine sensationelle Vanille-Eiscreme mit frischem Steinobst! Die Früchte lassen sich auch gut untereinander mischen und treffen sich dann als leckerer Obstsalat auf dem Teller wieder. Weitere Ideen zu aromatischen Kombinationspartnern finden Sie in unserer Liste im Anschluss, wie immer ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

  • Molkereiprodukte: Sahne, Mozzarella, Frischkäse, Mascarpone, Ziegenfrischkäse, Ricotta, Büffelmozzarella, Blauschimmelkäse,
  • Gemüse: Tomate, Feldsalat, Zwiebel, Paprika
  • Früchte: Himbeere, Erdbeere, Johannisbeere, Brombeere, Mango, Weintrauben, Orange, Zitrone, Limette, Heidelbeere
  • Kräuter und Gewürze: Basilikum, Vanille, Pfeffer, Chili, Minze, Melisse, Zitronenthymian, Kardamom, Rosmarin, Zimt, Nelken, Sternanis
  • Fleisch und Geflügel: Schinken, Rindfleisch, Huhn, Lamm, Ente, Gans, Wild, Schweinefleisch, Speck
  • Fisch & Meeresfrüchte
  • Kerne und Nüsse: Pistazie, Mandel, Walnuss, Kastanie, Haselnuss, Kokosnuss, Pekannuss
  • Schokolade, Honig

Welcher Wein passt zu Steinobst?

Wenn Steinobst im Mittelpunkt eines Desserts steht, sollte der Wein dazu genug Restzucker haben, damit die Süße des Weins jene der Früchte neutralisiert und ihre Säure mildert. Ein Dessertwein ist hier eine gute Wahl. Zu einem gemischten Obstsalat passt ein fruchtiger Frizzante aus dem Friaul, ein Rosé aus der Pfalz, aber auch ein junger frischer Riesling. Ansonsten stehen bei herzhaften Gerichten die jeweils dominanten Aromen im Mittelpunkt der Empfehlung: Beim Klassiker, Ente mit Pflaumensauce, ist die leichte Säure der Pflaume ein Gegenpol zum Fett der Ente, dazu passt gut ein trockener Spätburgunder aus Rheinhessen oder Baden. Mit gegrilltem Fleisch und Kirschsauce harmoniert bspw. ein Pinot Noir oder auch ein Portwein.