Trauben und Feigen aus dem Garten Eden

Die süßesten Trauben hängen bei uns nicht am höchsten, sondern liegen ganz bequem in der Obstabteilung - gleich in der Nähe der frischen, aromatischen Feigen. Und damit läuten wir bereits den Spätsommer ein, der Ihnen diese leckeren Highlights aus den Ländern des Mittelmeerraums beschert, wo jetzt die Erntesaison beginnt. Probieren Sie köstlichste Weintrauben in verschiedenen Farben, die Sie je nach Sorte mit oder ohne Kerne genießen können, sowie erstklassige Feigen mit saftigem Fruchtfleisch.

Genießen Sie die spätsommerlichen Tage mit diesen mediterranen Köstlichkeiten, die die Kraft der Sommersonne in feinen Geschmack verwandelt haben und auch gemeinsam ein echtes Traumpaar sind.

Tafeltrauben: Da steckt die Sonne drin!

Trauben sind die Früchte der Weinreben und wachsen in Dolden. Die ovalen Beeren gehören mit zu den ältesten Obstsorten und Nutzpflanzen. Weltweit wachsen sie wild, aber seit mehr als 7.000 Jahren auch als veredelte Reben. Von den mehr als 10.000 Rebsorten gehören die allermeisten zu den Keltertrauben, die als dickschalige, sehr säurehaltige Früchte zu Wein oder anderen alkoholischen Getränken verarbeitet werden. Die als Weintrauben bekannten Tafeltrauben dagegen werden für den Verzehr angebaut und sind in verschiedenen Farben und Größen erhältlich, je nach Sorte mit oder ohne Kerne.

Im „Weingarten“ Europa mit seiner langen Kulturgeschichte spielt der Anbau von Trauben in Südeuropa eine wichtige Rolle: Im Spätsommer beginnt dort die Traubensaison, und Deutschland gilt weltweit als größter Tafeltraubenimporteur. Jetzt haben Sie die Gelegenheit, Ihren Gaumen von der großen Vielfalt an erntefrischen Trauben aus unserem Angebot umschmeicheln zu lassen.

Kernlose Trauben in weiß, blau und rosé

Kernlose Trauben sind meistens das Ergebnis erfolgreicher Züchtungen, denn von Natur aus haben - bis auf gelegentliche Mutationen - eigentlich alle Trauben Kerne. Sie sind nicht nur wichtig zur Vermehrung, sondern auch für das Wachstum, weshalb kernlose Trauben ursprünglich eher klein sind. Doch Züchtern ist es gelungen, die Natur zu überlisten und so kann man mittlerweile süße, große kernlose Tafeltrauben in allen Farben genießen. Sie machen einfach Spaß beim Naschen und sind besonders bei Kindern als leckerer Obstsnack für zwischendurch beliebt. Darüber hinaus lassen sich mit ihnen tolle kulinarische Kreationen zubereiten.

Die Farbe der Tafeltrauben spielt eine besondere Rolle: Ursprünglich gab es laut Forschungen wahrscheinlich ausschließlich dunkle Sorten, während die hellen Sorten durch Mutationen entstanden. Der Geschmack der verschiedenfarbigen Sorten ähnelt einander, denn das Fruchtfleisch der dunkleren Trauben unterscheidet sich kaum von dem der weißen. Sie unterscheiden sich jedoch anhand der Inhaltsstoffe: Der höchste Anteil der hochwertigen gesunden Pflanzenstoffe steckt nämlich in der Schale, den Kernen und sogar den Stielen!

Die hellen, weißen Trauben sind allgemein am gefragtesten zum Wegnaschen. Sie enthalten jedoch mehr Säure und oft eine ausgeprägte Muskat-Note, während das Fruchtfleisch der dunklen und rötlichen Trauben aromatischer und von angenehmer Süße ist.

Die ovalen Früchte bieten in allen Farben eine große Vielfalt an kulinarischen Möglichkeiten. Obstsalate, Torten und Kuchen wie ein Waldorfsalat oder eine süße Trauben-Mandel-Tarte sind echte Klassiker. Wie auch die wunderbare Kombination aus Tafeltrauben und verschiedenem würzigen Käse: Das Spiel aus milder oder pikanter Würze mit der säuerlichen Süße der Trauben bildet einen geschmacklichen Höhepunkt am Ende eines opulenten Menüs.

Desserts mit den saftigen Trauben stehen dem in nichts nach: Probieren Sie doch mal aus der großen Vielfalt der Dessertvariationen eine vanillige Mascarponecreme mit einem Mix aus verschiedenfarbigen Trauben und süßen Mandelkeksen. Oder servieren Sie eisgekühlte, angefrorene Trauben mit zart geschmolzener luxuriöser Schokolade: ein kleiner feiner Traum!

Auch in herzhaften Fleisch- und Fischgerichten haben Tafeltrauben etwas zu suchen: Eine glasierte Entenbrust an einer Trauben-Balsamico-Reduktion oder ein Trauben-Fenchel-Salat mit Rauchmakrele und vielen frischen Kräutern sind herrliche Geschmackskompositionen mit den leckeren Früchten. Trauben geben nicht nur Saucen zu hellem Fleisch oder Wild eine exquisite Note, sie passen auch super auf einen herzhaften Flammkuchen und ergänzen Weinkraut mit ihren herrlichen Aromen. Beeindrucken Sie Ihre Gäste mit einem Traubensalat, der den Geschmack des Spätsommers einfängt: Mit blauen und hellen kernlosen Trauben, Büffelmozarella, würzigem Rucola und beträufelt mit Zitrone und einem guten, mit Rosmarin aromatisiertem Olivenöl. Und das ist noch nicht alles! Durch ihren hohen Fruchtzucker- und Wassergehalt ergeben die Früchtchen einen leckeren Saft, schmecken aber natürlich auch im Smoothie oder in einem köstlichen Traubengelee.

Rote Tafeltrauben mit Kernen

Rote Tafeltrauben mit Kernen gelten zwar nicht wie ihre kernlosen Schwestern als Naschobst, sie haben aber Eigenschaften, die sie besonders begehrenswert machen. Sie sind geschmacksintensiver und meistens größer, denn ihre Kerne beinhalten neben vielen wertvollen sekundären Pflanzenstoffe auch einen Wachstumsbooster. Also zerbeißen Sie ruhig mal ein paar der kleinen Traubenkerne: Das ist zwar bitter, aber gut, denn die antioxidativen Inhaltsstoffe tragen zu einem gesteigerten Wohlbefinden bei. Falls Sie die Tafeltrauben aber ausschließlich wegen ihres hervorragenden Geschmacks lieben, teilen Sie die Früchte und entnehmen Sie mit einem spitzen Messer die Kerne. Das kostet etwas Zeit, wird aber sogar in Spitzenrestaurants geduldig mit dem Blick auf das zu erwartende Geschmackserlebnis gemacht. Kulinarisch bieten Ihnen die roten Tafeltrauben, ob entkernt oder nicht, natürlich die gleichen Möglichkeiten wie die kernlosen. Werden Sie kreativ und spielen mit den Aromen, in herzhaften und süßen Gerichten.

Woran erkenne ich Qualität und wie kann ich Tafeltrauben richtig aufbewahren?

Es gilt wie bei jedem Lebensmittel: Je frischer, desto besser! Achten Sie beim Einkauf darauf, dass die Trauben unbeschädigt, knackig und nicht verschrumpelt aussehen. Die Stielansätze und der Strunk sollten grün und frisch sein, denn am Stielansatz bildet sich oft Schimmel. Trauben reifen im Übrigen nach der Ernte nicht nach, deshalb kaufen Sie möglichst vollreife Früchte und achten Sie auf gute Qualität.
Falls Sie auf den Trauben einen weißen Schleier bemerken: Dies ist ein Frische-Merkmal! Der sogenannte Duftfilm schützt die Früchte vor Austrocknung. Waschen Sie die Trauben erst kurz vor dem Genuss unbedingt sehr gründlich unter fließendem Wasser ab. Vor der Lagerung sollten Sie jedoch auf die Reinigung verzichten, sonst wird der Duftfilm zerstört und es setzt sich schneller Schimmel an.
Tafeltrauben können Sie bei Raumtemperatur 4 bis 5 Tage aufbewahren. Für längere Lagerung legen Sie die ungewaschenen Trauben in eine Plastiktüte oder Frischhaltebox und legen Sie sie ins Gemüsefach des Kühlschranks. Bei 4 bis 5 Grad Celsius können Sie so die Trauben bis zu zwei Wochen aufbewahren. Allerdings verlieren Sie durch die Kühlung einen Teil Ihres Aromas, welches sich am besten bei Raumtemperatur entfaltet.

 

Feigen: Die paradiesischen Früchte!

Im biblischen Garten Eden wurden sie als einzige Pflanze namentlich beschrieben und die Blätter des Feigenbaums waren qua Überlieferung die ersten „Kleider“. Die wunderbaren Feigen gelten aber auch ohne Verweis auf biblische Bezüge neben den Trauben als eine der ältesten Kulturpflanzen der antiken Hochkulturen, wie über 11.000 Jahre alte Funde von domestizierten Feigenbäumen beweisen. Ihre Verbreitung im gesamten Mittelmeerraum beschert uns im Spätsommer die süßesten Früchte, die vor knapp 15 Jahren hierzulande in Läden und Märkten frisch noch sehr schwer zu bekommen waren.

Die eigentlichen Feigenfrüchte bestehen aus den kleinen, weichen essbaren Kernen, die sich im Inneren der Scheinfrüchte verbergen und besonders viele wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe zu bieten haben. Die birnenförmigen Feigen unterscheiden sich, je nach Sorte, in der Farbe der Schale, des Fruchtfleisches und des Anteils an kleinen Kernen, aber eines ist sicher: Vollreife Feigen bieten schon pur einen ganz besonderen Genuss! Sie haben eine zarte beerige Note mit einer dezenten Süße und sind hocharomatisch. Verspeisen Sie sie doch mal inklusive ihrer Schale – wer das nicht mag, kann sie auch halbieren und das weiche Fruchtfleisch herauslöffeln.

Wenn Sie die ganze Frucht zur Zubereitung verwenden möchten, schneiden Sie am besten den Stiel ab. Als Zutat im Obstsalat, in herzhaften Salaten oder als Vorspeise in Kombination mit würzigem Ziegenkäse und saftigem Schinken jeder Sorte ist die Feige ein Geschmacksknaller! Die Königsdisziplin der Feigen sind natürlich Desserts, aber ob Vorspeise oder Hauptgang, Feigen sind wahre Allrounder. Besonders köstlich schmecken sie als süße oder herzhafte Tarte, als Chutney oder Beilage zu Wildgerichten. Pasta mit angebratenen Feigen, Knoblauch, Olivenöl, etwas Rucola und Parmigiano Reggiano ist eine spätsommerliche Geschmackssensation. Lassen Sie sich inspirieren von der einzigartigen Feige! Als besonderes Highlight empfehlen wir Ihnen ein fantastisches Rezept, garantiert zum Niederknien: In Whisky mariniertes Entrecôte vom Campo Beef mit Poireaux Vinaigrette und karamellisierten Feigen.

Woran erkenne ich Qualität und wie kann ich Feigen richtig aufbewahren?

Kaufen Sie vollreife Feigen: Sie sind am aromatischsten! Was gar nicht so einfach ist, denn den richtigen Zeitpunkt zu erwischen, ist keine kleine Aufgabe: Sind sie noch nicht ganz reif, schmecken Feigen nach gar nichts. Bei Überreife haben sie ein fast kompostartiges Aroma. Also alle Achtung beim Feigenkauf! Eine leichte Druckprobe kann helfen, den richtigen Reifegrad zu erkennen. Die Früchte sollten weich aber nicht matschig sein; Unreife Feigen sind dagegen eher hart! Eine dunkle Färbung deutet auf Vollreife hin, eine beulige Form dagegen auf Überreife. Da Feigen druckempfindlich sind, werden sie häufig mit Seidenpapier umwickelt und so gelagert, dass sie möglichst wenig Druckstellen bekommen oder gar aufplatzen.
Versuchen Sie, die Früchte möglichst für den unmittelbarem Bedarf zu kaufen, da sie nur wenige Tage haltbar sind. Im Kühlschrank halten sich die frischen Früchte etwa drei Tage. Vermeiden Sie während der Lagerung, dass die Feigen Druckstellen bekommen. Ein paar Stunden vor dem Verzehr sollten Sie sie aus dem Kühlschrank nehmen, denn durch langsames Aufwärmen entfalten sie ihr ganzes Aroma.

Welche Lebensmittel passen gut zu Tafeltrauben und Feigen?

Das Traumpaar Feige und Traube ergänzt sich nicht nur fantastisch in einer Konfitüre, sondern überzeugt auch in vielen anderen kulinarischen Kreationen. Ob Pizza, Salat oder Käseauswahl, die beiden Früchtchen geben alles für das besondere Geschmackserlebnis. Darüber hinaus gibt es aber noch andere Lebensmittel-Partner, die mithalten können. Zur Inspiration finden Sie eine kleine Auswahl in unserer Liste:

  • Molkereiprodukte: Sahne, Quark, Mascarpone, Joghurt, Sauerrahm, Frischkäse, Blauschimmelkäse, Ziegenkäse
  • Kräuter & Gewürze: Vanille, Knoblauch, Minze, Rosmarin, Thymian
  • Obst: Apfel, Birne, Himbeere, Orange
  • Fleisch: Rind, Wild, Geflügel, Wildgeflügel, Schwein, Speck, Schinken
  • Gemüse: Kartoffel, Bohnen, Sauerkraut, Kohl, Rote Beete, Grüne Salate, Rucola,
  • Pilze: Pfifferlinge
  • Nüsse & Kerne: Mandel, Haselnuss, Walnuss, Maronen
  • Sonstiges: Schokolade, Balsamico, Honig

Welcher Wein passt gut zu Trauben und Feigen?

Wenn Sie die milde Süße der Feigen und die säuerliche Süße der Trauben mit verschiedenen Käsesorten wie Ziegenkäse, Blauschimmelkäse, Comte oder Roquefort kombinieren, ist Champagner als Begleitung immer eine gute Idee. Vielleicht ein prickelnder Rosé? Auch süße Feigen-Desserts werden hervorragend durch Winzersekte aus Aromarebsorten wie Muskateller, Scheu- oder Huxelrebe abgerundet. Zu klassischen Vorspeisen wie Schinken und Feige harmonieren junge und frische Weine wie ein feinherber Riesling.