Herbstgemüse aus dem Garten Eden

Die ersten herbstlichen Tage machen Appetit auf Deftiges: Die letzten zarten Sommergemüse sind längst abgeerntet, und die ersten leckeren Herbstgemüse machen sich unaufhaltsam in der Küche bereit für Eintöpfe, Suppen & Co. Kohl und Knollengemüse stimmen uns langsam auf die kalte Jahreszeit ein. Wir verraten Ihnen, was Sie mit unseren herbstlichen Lieblingen wie den „Neuen Wilden“ Blumenkohl und Brokkoli, dem feinen Spitzkohl, dem außergewöhnlichen Romanesco und den tollen Knollen Kohlrabi und Radieschen kulinarisch anstellen können. Ziehen Sie sich warm an!

Wilder Blumenkohl

Über Blumenkohl als beliebtestem deutschen Kohl sind wir bereits ananderer Stelle ins Schwärmen geraten, aber kennen Sie schon wilden Blumenkohl? In italienischen Supermärkten meistens direkt neben dem altbekannten weißen zu finden, strahlen die feinen Köpfe des wilden Blumenkohls Ihnen auch bei uns in allen Farben von weiß über grün bis hin zu violett appetitlich entgegen. Unverhüllt von äußeren Blättern wächst er zu einem feinen, vielseitigen Gemüse heran. Sein zartnussiger Geschmack überzeugt vor allem Feinschmecker:innen, die keine Fans des typischen Kohlaromas sind. Ob in der Pfanne geröstet, mariniert oder leicht angedünstet als Beilage zu Fisch, roh im Salat oder mit würzigem Dip als Snack zwischendurch: der „Wilde“ ist ein echter Geheimtipp!

Wilder Brokkoli

Als „Cima di Rapa“ kennen Sie ihn vielleicht aus feinen italienischen Restaurants: Der zarte, langstielige wilde Brokkoli, der in Deutschland auch ganz prosaisch unter dem Namen Stängelkohl bekannt ist. In Italien wird er als Wintergemüse bis in den April hochgeschätzt: Mit seinen saftigen hellgrünen Stielen, festen knackigen dunkelgrünen Blättern und kleinen Brokkoliröschen wird er am liebsten zu Pastagerichten oder Fisch serviert. Aus diesem besonderen italienischen Frühlingsgemüse, dem wir uns bereits ausführlich gewidmet haben, wird dank erfolgreicher innovativer Landwirtschaft ein Leckerbissen, der nun auch hierzulande zur besten Kohl-Zeit die Teller erobert. Bei uns finden Sie ihn bereits küchenfertig verpackt. Verwöhnen Sie ihren Gaumen mit diesem feinen, intensiv aromatischen Gemüse mit leichter Schärfe: Ob als Snack, im Salat oder warm zubereitet, vielleicht wird er Ihr Lieblingskohl?

Romanesco: Grüne Genussfraktale!

Der Romanesco ist eigentlich ein echtes Wunder: Pure Ästhetik, mathematische Vollendung, botanische Rätselhaftigkeit. Und dazu hervorragend im Geschmack! Mit seinen grünen, spitz zulaufenden türmchenförmigen Röschen ist er ein echter Hingucker. Lassen Sie sich inspirieren und lesen Siehier mehr über die wohl schönste Variation eines Blumenkohls.

Spitzkohl

Mit ihm startet die Kohlsaison! Der Kohl mit dem ungewöhnlichen kegelförmigen Kopf ist der feine, kleine Bruder des Weißkohls. In Süddeutschland wird der feinrippige Gemüsekohl auch gern „Schwabenkraut“ oder „Filderkraut“ genannt, da er in großen Mengen auf den „Fildern“, einer fruchtbaren Hochebene südlich von Stuttgart, angebaut wird. Der Spitzkohl ist vermutlich das Ergebnis einer Züchtung aus Rundkohl und war etwa 400 Jahre bis ins letzte Jahrhundert einer der wichtigsten Handelsartikel der schwäbischen Bauern. Erleichtert durch die Inbetriebnahme der „Filderbahn“ 1888 konnte der köstliche Kohl in den Elsass und die französische Hauptstadt exportiert werden, und wurde zu einem wahren Exporthit! Seit den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts erfolgt der Anbau auch in Frankreich, wo er als Edelkohl in der feinen Küche sehr geschätzt wird.

Der Spitzkohl mit seinen hellgrünen schimmernden Blättern und seiner zarten Struktur, bei der sich die Blätter locker und immer schmaler werdend zu einer Spitze heraufwinden, überzeugt Gourmets durch seinen sehr milden, feinen, süßlichen Geschmack und sein nussiges Aroma. Auch duftet er im Unterschied zum Weißkohl nicht so streng nach Kohlgemüse. Jahrhundertelang wurde er überwiegend zu einem vitamin- und mineralstoffreichen Sauerkraut verarbeitet. Die gute Nachricht: Fermentieren ist wieder angesagt! Probieren Sie es doch mal: Einfach den Spitzkohl in dünne Streifen hobeln, salzen und so lange stampfen, bis das Kraut im eigenen Saft steht. Danach mit einem feuchten Tuch abdecken und mit einem Deckel beschweren. Nach der Lagerung in einem kühlen Raum und dank der einsetzenden Milchsäuregärung ist so nach wenigen Tagen ein leckeres frisches Sauerkraut entstanden. Darüber freut sich auch Ihr Immunsystem!

Als knackiger Krautsalat passt Spitzkohl herrlich zu Gegrilltem oder einer Brotzeit. Aber auch warm zubereitet, als Beilage zu Fisch oder Fleisch, im Auflauf oder Eintopf, mit Pasta oder auf einem herzhaften Flammkuchen, selbst als raffinierte Verpackung von vegetarischen oder fleischhaltigen Kohlrouladen ist er einsame Spitze! Und für ein erstes Kennenlernen schlagen wir ein Rezept vor, das die besten Seiten des Spitzkohl auf Ihren Teller bringt: Roastbeef vom Campo Beef mit Schwarzwurzelpüree und Nuss-Kohl.

Rote und bunte Radieschen

Die gute Nachricht: Radieschen sind nicht nur eines der ersten knackigen Frühlingsgemüse, sondern begleiten uns übers Jahr bis in den sonnigen Herbst mit ihrer würzigen Rettich-Aromen-Power. Ob rot, weiß, gelb, lila oder bunt, mild-würzig oder aromatisch-scharf, erfahren Sie hier mehr über die kleinen Aromabomben.

Kohlrabi

Die zarten Knollen begeistern uns mit ihrem wunderbaren Aroma fast das ganze Jahr über. Lassen Sie sich von dem Allrounder in der Kücheinspirieren

Woran erkenne ich Qualität und wie kann ich Kohl richtig aufbewahren?

Wilder Blumenkohl mit seinen feinen zarten Röschen kommt bei uns frisch geerntet in praktischer Frischepackung in den Verkauf. Genau wie der wilde Brokkoli, den Sie an den festen, hell­grünen Stielen und dunkelgrünen Blättern erkennen. Er sollte keinen gelben Blütenansatz oder verfärbte Blätter aufweisen. Entfernen Sie unbedingt eventuelle harte Stängelenden vor der Zubereitung. Beide Gemüsespezialitäten finden Sie bei uns küchenfertig und unbehandelt verpackt. Sie können sie bequem für einige Tage bei +2° bis +7° Celsius im Gemüsefach Ihres Kühlschranks aufbewahren.

Frischen Romanesco erkennen Sie an den leuchtend grünen Röschen und dunkelgrünen Blättern. Die mittlere Blume sollte gut ausgebildet und noch geschlossen sein. Lagern Sie den Romaneco mitsamt seinen Blättern als natürlichem Frischeschutz kühl und dunkel im Gemüsefach Ihres Kühlschrankes, jedoch nicht länger als 3-4 Tage. Er verliert bei längerer Lagerung schnell seine Festigkeit und sein Aroma.

Spitzkohl ist der zarteste unter den Kohlsorten: Achten Sie beim Kauf darauf, dass alle Blätter noch grün und prall sind und der Kopf geschlossen ist. Aufgeplatzt Spitzkohlköpfe eignen sich nicht zur Lagerung! Der empfindliche Kohl eignet sich nicht zur langen Lagerung, da seine Blätter schnell welk werden. Er hält sich, in ein feuchtes Tuch oder Zeitungspapier eingewickelt, im Gemüsefach des Kühlschranks maximal eine Woche. Zuvor sollten Sie alle Blätter, die nicht in einwandfreiem Zustand sind, mit einem Messer nah am Strunk abschneiden.

Welche Lebensmittel passen gut zu Bohnen?

Durch ihre knackige Frische und aromatische Vielfalt ergänzen die Kohlsorten und Knollen wie Kohlrabi und Radieschen als Beilage viele Fisch- und Fleischgerichte, Aufläufe und Eintöpfe, und machen sich hervorragend in vegetarischen Gerichten wie Flammkuchen und Pastagerichten. Mit ihrer Zartheit überraschen sie auch als frische vitaminreiche Salate. Hier eine kleine, unvollständige Auswahl für köstliche Kombinationen:

  • Gemüse: Kartoffeln, Zwiebeln, Karotten, Schwarzwurzel, Kürbis, Yams, Petersilienwurzel
  • Obst: Apfel, Ananas, Pfirsich, Pflaume
  • Geflügel und Fleisch: Huhn, Ente, Gans, Lamm, Rind, Schwein, Speck, Kasseler, Wildgeflügel
  • Fisch & Meeresfrüchte: Sardellen, Garnelen, Jakobsmuscheln, Hummer, Brasse
  • Gewürze und Kräuter: Knoblauch, Ingwer, Chili, Muskat, Lorbeer, Kreuzkümmel, Petersilie
  • Käse: Gruyère, Parmesan, Cheddar
  • Nüsse & Kerne: Haselnüsse, Pinienkerne, Maronen, Walnüsse
  • Anderes: Eier, Sojasauce, Honig, Trüffel

Welcher Wein passt zum Kohl?

Kohlgerichte sind meistens recht kräftig im Geschmack und freuen sich über einen Wein, der dabei problemlos mithalten kann. Ein trockener Riesling oder Bordeaux rundet den Genuss besonders gut ab. Falls Sie die lieblichen, leicht süßen Aromen von gekochtem oder gegartem Kohl aufgreifen möchten, probieren Sie doch mal einen süßen Chenin Blanc, oder kontrastieren Sie das typische Aroma von Kohlgerichten mit der trockenen Version eines Muscats und Gewürztraminers.