Obst und Gemüse vom Großmarkt aus Italien

Frische Köstlichkeiten aus Bella Italia! Denken Sie dabei auch sofort an die herrlich bunte duftende Vielfalt italienischer Märkte? Dann nehmen Sie mit allen Sinnen an unserer kleinen Gaumenexpedition teil und lassen Sie sich von den knackig frischen Obst- und Gemüsespezialitäten aus Italiens verschiedenen Regionen inspirieren. Entdecken Sie die wunderbare Auswahl italienischer Leckerbissen und lassen Sie sich saftig süße Zuckermelonen, herrlich aromatische Kirschen, sonnengereifte Aprikosen, saftige gelbe Pfirsiche, cremige Borlotti-Bohnen, fruchtige San Marzano Tomaten und feine Zucchiniblüten auf der Zunge zergehen. Andiamo!

Zuckermelone – alles auf süß!

Sie ist geschmacklich mit nichts zu vergleichen, was sich sonst auf dem Markt „Melone“ nennt: Die süße Zuckermelone aus Italien! Obwohl verwandt mit der Gurke und Mitglied der großen Pflanzenfamilie der Kürbisse wird sie dennoch als Obst verstanden.

Genießen Sie die feine Frucht zusammen mit hauchdünn aufgeschnittenem Parmaschinken – ein unbestrittener Antipasti-Klassiker! Probieren Sie sie pur als gekühlte Erfrischung zwischendurch, oder verleihen Sie Obstsalaten, Müslis, Desserts oder Säften mit der Cantaloupe eine süße Note. In Kombination mit Käse wie Feta, mit Meeresfrüchten wie Garnelen, oder frisch vom Grill mit einer Chili Zitronenthymian-Sauce setzt sie frische aromatische Akzente. Die Cantaloupe verträgt die Schärfe von Chilis und die würzige Kraft von Kräutern wie Minze, Melisse, Koriander oder Zitronenbasilikum. Spielen Sie mit den Aromen, werden Sie kreativ und lassen Sie sich überraschen von der Vielseitigkeit der kugeligen Früchte!

Steckbrief der Zuckermelone

Eigenschaften

  • rund | hellgrüne Schale mit dunklen Nähten | zartschmelzendes hell orangefarbenes Fruchtfleisch | mit Wachssiegel

Herkunft

  • Italien

Geschmack

  • süß | aromatisch

Woran erkenne ich Qualität von Zuckermelonen?

Zuckermelonen verströmen bei perfekter Reife einen angenehmen, süßen Duft, der bei Überreife schnell umschlägt in einen unangenehmen vergorenen Geruch. Achten Sie darauf, dass die Melonenschale unversehrt ist und eine hellgrüne bis leicht gelbliche Färbung aufweist. Ein weiteres Zeichen der Reife ist die Rissigkeit der Schale in Stängelnähe. Falls sich der Stiel leicht von der Pflanze lösen lässt, ist die Melone perfekt. Machen Sie auch die Klopfprobe: Dazu klopfen Sie mit dem Fingerknöchel einfach auf die Frucht – hören Sie einen tiefen Ton, ist die Zuckermelone reif zum Verspeisen.

Gut (mit) Kirschen essen!

Die italienische Steinobstsaison hat bereits begonnen und in der warmen Sonne Apuliens, Kampaniens und der Basilikata sind die aromatischen süßen Kirschen aufgrund der geografischen Lage in der Regel früher erntereif als in weiter nördlich gelegenen Regionen. Während die Sauerkirschen erst in einigen Monaten zu reifen beginnen, steht die aromatische Vielfalt der weichfleischigen Herzkirschen und festfleischigen Knorpelkirschen bereits zum Vernaschen bereit.

Die leckeren roten Früchtchen bereichern die saisonale Küche mit ihrer herben Süße und knackigen Frische. Ob gelbrot, dunkelrot oder gar schwarz, Kirschen erfreuen sich größter Beliebtheit und verleihen Roter Grütze, Konfitüren, Kuchen, Eiscremes, Kaltschalen oder Kompott ein einzigartiges Aroma. Aber nicht nur süß, auch pikant als Kirschragout oder -sauce in Kombination mit Wild, Ente, Steak oder Schinken sowie in kreativen Cocktails können Sie Kirschen hervorragend kulinarisch in Szene setzen.

Steckbrief der Kirschen

Eigenschaften

  • dunkel rot | rund | glatte Schale

Herkunft

  • Italien

Saison

  • Mai - Juli

Geschmack

  • süß | erfrischend

Aprikosen: Die kleinen Sonnenfrüchte

Neben den Kirschen beginnt im Mai die Hauptsaison eines der leckersten Früchtchen der Familie der Rosengewächse: Die hellgelbe bis orangerote Aprikose, die in Österreich auch Marille genannt wird. Klein oder groß, kugelig oder eiförmig, mit rauer samtartiger oder glatter Schale – die reifen Aprikosen verströmen ein intensiv fruchtiges Aroma und bieten eine ganze Palette an Geschmackserfahrungen, von süßsauer, über mandelartig bis süß. Ein besonderes Merkmal der Aprikose ist ihre „Naht“, die vom Stiel bis zum Stempelansatz verläuft und die Frucht in zwei Hälften unterteilt, wodurch sich ihr kleiner brauner Kern leicht vom samtweichen Fruchtfleisch lösen lässt.

Am liebsten frisch: Reife Aprikosen sind herrlich köstliche Naschfrüchte! Zu Kompott gekocht, als Konfitüre und in Süßspeisen entfalten sie aber erst ihr reiches Aroma und ihren süßen Geschmack. Aprikosen sind kulinarische Allrounder, da lohnt sich auch ein Blick in die herzhafte Küche: Wie wäre es mit langsam gegarter orientalischer Rehkeule mit buntem Wurzelgemüse?

Steckbrief der Aprikosen

Eigenschaften

  • kugelig eirund | gelb-orangenes Fruchtfleisch | gelb-orangene pelzige Schale

Herkunft

  • Italien

Saison

  • Mai - Juni

Geschmack

  • süß | sauer | aromatisch

Gelber Pfirsich: Unsterblicher Liebling

Einfach zum Reinbeißen! Hierzulande gehören sie zu den Lieblingen unter den Früchten – und das zu Recht: Die italienischen Pfirsiche duften aromatisch, haben eine samtweiche gelb-rötliche Schale und sind herrlich saftig, mit verführerisch süß-fruchtigem Fruchtfleisch, das auf der Zunge zergeht. Die gelbfleischigen Früchte sind in der Regel süßer und fester als die weißfleischigen und eignen sich besonders gut zur Weiterverarbeitung in der Küche.

Ob frisch und pur, gegart, gebacken oder gegrillt: Pfirsiche begeistern mit ihrer außergewöhnlichen kulinarischen Vielfalt. In der Küche glänzen die runden Früchte sowohl als süße als auch als säuerliche Komponente und lassen sich herrlich mit kräftigen Aromen wie denen von Schinken, getrockneten Tomaten oder Blauschimmelkäse kombinieren. Oder probieren Sie doch mal unser Pfirsichrezept mit High-Pressure-Lobster – ein überraschendes Geschmackserlebnis!

Steckbrief des gelben Pfirsich

Eigenschaften

  • rund kugelig | gelb-orangenes Fruchtfleisch | gelb-orangene pelzige Schale

Herkunft

  • Italien

Saison

  • Mai - September

Geschmack

  • süß | aromatisch

Woran erkenne ich Qualität und wie kann ich Kirschen, Aprikosen und Pfirsiche richtig aufbewahren?

Das meiste Steinobst wird noch von Hand gepflückt und ist sehr empfindlich. Achten Sie darauf, reife Früchte zu kaufen, da die Früchte nach der Ernte nicht mehr nachreifen. Frische reife Kirschen erkennen Sie an ihrem geraden grünen Stiel, der fest an der Frucht sitzt. Zudem sollten die Kirschen reif, glänzend, prall und unbeschädigt sein. Kirschen sind druckempfindlich und sollten möglichst schnell verbraucht werden. Bewahren Sie sie samt Stiel bei niedrigen Temperaturen im Kühlschrank auf – so halten sich Kirschen etwa zwei bis fünf Tage.

Bei Aprikosen und Pfirsichen gibt Ihnen ein sanfter Druck auf die Frucht schnell Aufschluss über ihre Reife: Gibt das Fruchtfleisch leicht nach, ist die Frucht perfekt. Außerdem lassen sich bei reifen Früchten die Steine mühelos ablösen. Bei der Lagerung ist darauf zu achten, dass diese Obstsorten nach der Ernte nachreifen. So können härtere Früchte nach ungefähr zwei Tagen bei Raumtemperatur gelagert genießbar sein. Werden Aprikosen und Pfirsiche im Kühlschrank gelagert, so sind sie etwa eine Woche haltbar.

Borlotti-Bohnen – frisch gepalt ist halb gekocht!

Das Geheimnis einer guten italienischen Minestrone? „Nicht ohne Borlotti-Bohnen!“, verraten italienische Köch:innen. In Italien ist die Vielfalt und Beliebtheit von Gerichten mit den auffällig rot-weiß gesprenkelten Bohnenkernen groß. Besonders in Regionen wie Toskana, Veneto und Umbrien sind sie eine typische Spezialität, welche dort in unterschiedlichen Größen und Sorten vorkommt.

Borlotti-Bohnen werden als Palbohnen verwendet. Das bedeutet, dass die „milchreifen“ Bohnen zunächst aus der Bohnenhülse befreit, also gepalt, werden müssen. Die jungen, zarten, weichen Bohnen frisch aus der Hülse sind eine Delikatesse, und der Unterschied zu getrockneten Bohnen ist drastisch! Aber Achtung: Die Borlotti-Bohnen sollten Sie niemals roh verzehren.

Die Bohnen werden durch den Garprozess cremig weich, verlieren ihre Färbung und werden hellgrau bis braun. Sie schmecken leicht nussig und machen sich hervorragend in einem einfachen Salat, mariniert in Rotwein-Essig und verfeinert mit Zwiebelringen, Salz, Olivenöl und Pfeffer. Kreieren Sie mit den leckeren Hülsenfrüchten kreative sommerliche Salate und lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf mit Zutaten wie Fenchel, Rucola, Paprika, fruchtigen Aprikosen oder grünen Oliven.

Steckbrief der Borlotti-Bohnen

Eigenschaften

  • länglich | weiß violett marmorierte Schale | weiß violett marmorierte Bohnen

Herkunft

  • Italien

Saison

  • Mai - September

Geschmack

  • mild | süß

San Marzano Tomaten – die Allerallerbesten!

Längliche, feuerrote, verführerisch schimmernde Früchte mit festem, intensiv fruchtigem, und fast kernlosem Fruchtfleisch: Die „Königin der Tomaten“ gedeiht ausschließlich rund um das kleine Dorf San Marzano, auf dem fruchtbaren Vulkanboden am Fuße des Vesuvs.

Die Flaschentomate überzeugt mit einem unverwechselbaren Aroma, welches sie nur unter der wärmenden mediterranen Sonne in Verbindung mit der frischen Meeresluft ausbildet. Während der Reifezeit dürfen die Pflanzen nicht künstlich bewässert werden, sodass sich ihr Geschmack intensiver entwickelt. Ihre besondere Superpower hat die San Marzano Tomate wohl vor dem Aussterben gerettet: Erst durch das Konservieren im eigenen Saft entfaltet sie ihre perfekte Konsistenz und ihr intensives Aroma mit vollem, süßen, fruchtig-frischem Geschmack kommt vollendet zur Geltung.
Aufgrund ihres außergewöhnlichen Geschmacks wird die San Marzano Tomate auch gern für die echte Pizza Napoletana verwendet. Aber die frischen San Marzanos eignen sich auch hervorragend zum puren Verspeisen: Sie sind schnittfest, nehmen Gewürze, Saucen und Marinaden gut auf und verwässern nicht. Für Salate und Vorspeisen sind sie ideal. Probieren Sie das Original – Sie werden schlichtweg begeistert sein!

Steckbrief der San Marzano Tomaten

Eigenschaften

  • fest | rot | länglich | kernarm | gelegt

Herkunft

  • Italien

Saison

  • April - September

Geschmack

  • süß

Zucchiniblüten: Delikate Schönheiten

Was wäre ein Sommer ohne die kleinen schmackhaften Zucchini? Aber bevor sich das beliebte Gemüse bildet, schmücken auffallend große gelbe Trichter-Blüten die Pflanzen. Wenn Sie der wunderschönen Zucchiniblüten, mit oder ohne kleinen Früchten ansichtig werden, sollten Sie schnell zugreifen. Frittierte Zucchiniblüten sind nämlich ein beliebter Klassiker der italienischen Küche und allemal wert, sich an ihnen zu versuchen. Ziehen Sie die schönen Blüten nach dem Waschen und dem sorgfältigen Trockentupfen einfach durch eine sämige Panade aus Mehl, Wasser, Parmesan, Pfeffer und Salz und frittieren Sie sie in gutem Olivenöl bei etwa 150–170 Grad. Wenn sie etwas Farbe angenommen haben, herausnehmen, abtropfen lassen und möglichst sofort mit noch warmer knuspriger Panade und wenigen Tropfen Zitronensaft verspeisen! Ein fantastischer Genuss!

Auch für gefüllte Blüten gibt es wunderbare Rezepte: Besonders Sardinien und das südliche Italien begeistern mit unzähligen regionalen Varianten: von Käse, Scampi, Fisch, Hackfleisch bis zu Früchten und Gemüse finden sich unzählige Zubereitungsvorschläge.

Steckbrief der Zucchiniblüten

Eigenschaften

  • eirunde grüngelbe Blüten | fein

Herkunft

  • Italien

Saison

  • Mai - Juli

Geschmack

  • nussig

Woran erkenne ich Qualität und wie kann ich Borlotti-Bohnen, San Marzano Tomaten und Zucchiniblüten richtig aufbewahren?

Borlotti-Bohnen werden vollreif geerntet – Sie erkennen das meistens daran, dass sich die Bohnensamen deutlich an den Hülsen abzeichnen. Sie sollten trocken, prall und frisch wirken und natürlich keine dunklen Verfärbungen aufweisen.
Lagern Sie die Bohnen idealerweise in einem luftdurchlässigen Behälter bei 7–8 Grad Celsius im Gemüsefach des Kühlschranks, so halten sie sich etwa zwei Tage frisch. Wenn Sie die Bohnen im Kühlschrank aufbewahren möchten, lagern Sie sie in ihren Hülsen und palen die Kerne erst kurz vor der Zubereitung.

Auch frische San Marzano Tomaten werden, ungleich anderen Tomaten, vollreif geerntet. Sie erkennen ihre Frische natürlich am leckeren Duft, der unversehrten und vollrot leuchtenden Tomatenschale. Verzehren Sie sie so frisch wie möglich, da sie nicht nachreifen müssen. Auf keinen Fall sollten sie unter 10 Grad Celsius gelagert werden, da sie sonst schnell an Aroma verlieren.

Frische Zucchiniblüten können Sie beim Einkauf leicht erkennen: Die Blüten sind fest und prall, leuchtend orange und die Blätter nicht gekräuselt. Verwenden Sie die Blüten möglichst am Tag des Einkaufs, denn sie verderben schnell und jeder Tag der Lagerung bedeutet einen Verlust an Geschmack.

Welche Lebensmittel passen gut zum italienischen Obst und Gemüse?

Unsere italienischen Lieblinge lassen sich mit einer Fülle von Zutaten kombinieren, die ihre Frische und Aromavielfalt betonen und wunderbare Geschmackserlebnisse kreieren. Wir haben an dieser Stelle mögliche Kombinationspartner zur Inspiration zusammengestellt, wie immer ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

  • Molkereiprodukte: Sahne, Mozzarella, Frischkäse, Mascarpone, Parmesan, Ziegenkäse, Feta, Ricotta
  • Gemüse: Fenchel, Gurke, Spinat, Sellerie, Zwiebel, Olive, Zucchini, Aubergine
  • Früchte: Himbeere, Erdbeeren, Johannisbeeren, Brombeeren, Mango
  • Kräuter und Gewürze: Basilikum, Vanille, Pfeffer, Chili, Koriander, Minze, Zitronenthymian, Knoblauch, Muskatnuss
  • Fleisch und Geflügel: Schinken, Rindfleisch, Huhn, Lamm, Ente, Gans, Wild
  • Meeresfrüchte: Garnelen, Scampi, Hummer
  • Fisch
  • Kerne und Nüsse: Pistazie, Mandel, Walnuss